Nächste Panne: Vettel muss RB10 bereits an Boxenausfahrt abstellen

Red Bull Racing setzt seinen Negativlauf bei den Formel-1-Tests für die neue Saison fort. Auch am Samstag kam das frühe Aus für Weltmeister Sebastian Vettel.

Sakhir - Sebastian Vettel hat einen niederschmetternden vorletzten Formel-1-Testtag erlebt. Der vierfache Weltmeister aus Deutschland konnte mit seinem RB10 am Samstag auf dem Bahrain International Circuit keine einzige komplette Runde absolvieren. Nach Informationen von „Auto, Motor und Sport“ spielte in der Vormittagseinheit die Elektronik verrückt.

Nach der Mittagspause steuerte Vettel seinen Red Bull gar nicht mehr auf den Asphalt in Sakhir. Tagesschnellster war Williams-Pilot Felipe Massa aus Brasilien vor dem Deutschen Nico Rosberg im Mercedes. Die drittbeste Zeit legte der finnische Ferrari-Mann Kimi Räikkönen hin.

„Man darf‘s nicht zu sehr dramatisieren. Das war aber mit Sicherheit heute kein guter Tag“, fasste Vettel den nächsten Reinfall zwei Wochen vor dem Saisonbeginn in Australien zusammen. Der Tag begann für Red Bull schon schlecht. Erst mit zweieinhalb Stunden Verspätung konnte Vettel auf den Bahrain International Circuit in Sakhir fahren.

„Wir hatten am Morgen ein elektrisches Problem, wir haben lange gebraucht, um die Batterie zu wechseln“, berichtete der vierfache Champion. Dann steuerte Vettel seinen RB10 auf die Strecke - und musste ihn bereits nach Kurve vier wieder abstellen. Sein zweiter Versuch vor der Mittagspause ging ebenso gründlich daneben.

Vettel stoppte seinen Dienstwagen schon an der Boxenausfahrt. „Die Testerei hat bei uns noch nicht so richtig angefangen“, meinte der 26-Jährige. Nach der Unterbrechung war dann Warten angesagt. Am Ende kam Vettel mit seinem Wagen gar nicht mehr raus auf den Asphalt. „Am Nachmittag konnten wir das Auto nicht wie gewohnt starten, es war eher was Mechanisches“, sagte Vettel zu den Schwierigkeiten.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Probleme bewältigen“, zitierte die BBC Red-Bull-Teamchef Christian Horner. „Die Frage ist allerdings, wann und wie schnell.“ Der Dauersieger gerät immer mehr in die Bredouille. Vettel bleibt vor dem Auftakt in Australien nur noch der Sonntag, um wichtige Testerkenntnisse zu gewinnen. „Wir wollen morgen so viel mitnehmen, wie es geht“, kündigte er an. Dabei hatte tags zuvor sein Teamkollege Daniel Ricciardo noch einen guten Eindruck hinterlassen. Ursachen für die Pleitenserie bei den bisherigen Tests sind die Kühlung des RB10, der Renault-Motor und das Hybridsystem ERS. (APA)


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