Zuerst Fokus Finale, dann Fokus Aufstieg

Ein 6:0-Sieg über Zeltweg bescherte den Kitzbüheler Adlern eine 2:0-Führung in der Halbfinalserie der National Amateur Hockey Liga.

Von Alex Gruber

Kitzbühel –Nach Treffern von Andre Niec (2), Philipp Ulrich, Florian Kaindl, David Civitarese und Stefan Wiedmair war auch das zweite NAHL-Semifinale gegen Zeltweg mit 6:0 (3:0, 1:0, 2:0) ein mehr als gefundenes Fressen für die Adler aus Kitzbühel. Der dritte und letzte Sieg zum Finaleinzug soll am Donnerstag in der Steiermark fixiert werden.

„Das Finale war unser erklärtes Ziel. Es sind aber noch einige Hausaufgaben zu machen“, stellte ein sichtlich zufriedener sportlicher Leiter Hans Exenberger am Sonntag fest. Es sei ja kein Geheimnis mehr, dass die Gamsstädter nach Höherem streben, ein Aufstieg in Liga zwei – die Inter-National-League – im Bereich des Möglichen liegt. Aber, wie Exenberger eben sagt, „es stehen noch einige Hausaufgaben an“. Finanziell um die Auswärtsfahrten nach Kroatien, Slowenien, die Slowakei, Südtirol und Vorarlberg zu stemmen, sportlich um auch in entsprechender Kaderstärke zu glänzen. Ein Gros der talentierten einheimischen Cracks (Hechenberger, Hochfilzer, Huber, Wirl, ...) habe seine Zustimmung zum geplanten Aufstieg gegeben: „90 Prozent würden mitziehen.“

Federführend agiert zur Stunde weiterhin Headcoach Jeff Job, der ja aus Innsbruck von den Haien kam. Apropos Haie und Tiroler Weg: Kitzbühel liegt etwas abseits zwar nicht am leicht erreichbaren Nabel der Tiroler Eishockeywelt, ein Aufrücken in Liga zwei solle aber auch dem Gesamtwohl der eigenen Sportart dienen: „Es wird Gespräche mit dem HC Innsbruck geben“, stellt Exenberger in dieser Hinsicht fest.

Eins nach dem anderen: Den Lernprozess der (einheimischen) Cracks würde man gerne mit dem Titel krönen. In der zweiten Halbfinalserie zwischen Kapfenberg und den Salzburger Oilers steht es nach zwei Halbfinal-Partien 1:1. Deswegen könnte das erste Finalspiel erst am 15. März im Kitzbüheler Sportpark steigen.

So gut der EC Kitzbühel sein zweites Jahr in der National Amateur Hockey Liga bestreite, so sehr liegt auch der Duft nach Veränderung in der Luft. „Die NAHL passt sehr gut, mit fünf Teams ist sie aber halt nicht so attraktiv“, schielt Exenberger nach oben.


Kommentieren


Schlagworte