Bester Regisseur: Der vielseitige Pionier Alfonso Cuaron

Als kleiner Bub wollte Alfonso Cuaron Astronaut werden, mit dem Film „Gravity“ hat sich der mexikanische Regisseur gewissermaßen einen Kindheitstraum erfüllt. Für die Geschichte zweier im Weltall gestrandeter Astronauten wurde der 52-Jährige nun mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet. Er ist der erste Lateinamerikaner, der diesen Preis gewinnt.

Alfonso Cuarón gewann als erster Lateinamerikaner in der Kategorie "bester Regisseur".
© Reuters

Cuaron wuchs nahe den Filmstudios von Mexiko-Stadt auf und drehte schon als Jugendlicher seine ersten Kurzfilme. Er verließ die Filmhochschule nach einem Streit mit seinen Professoren, die ihn dafür kritisierten, seinen Film „Vengeance is Mine“ auf Englisch gedreht zu haben. Erste Erfahrungen am Set sammelte er als Tonmann, Regieassistent und Regisseur von Fernsehserien.

Mit dem Fantasy-Film „Little Princess“ gab er 1995 sein Hollywooddebüt. Es folgten „Große Erwartungen“ (1998), „Y tu mama tambien“ (2001), „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ (2004) und „Children of Men“ (2006). Cuaron gilt als vielseitiger Regisseur, der gut mit Schauspielern zusammenarbeitet und einen besonderen Blick für starke Bilder hat.

Nachdem er sich nun fünf Jahre fast ausschließlich mit „Gravity“ beschäftigt hat, freut sich Cuaron wieder auf den Alltag. „Ich will in mein normales Leben zurückkehren, ich weiß schon gar nicht mehr, wie es ist“, sagte er kürzlich in einem Interview der Zeitung „Excelsior“. „Ich will den Film vergessen und mich nur noch darum kümmern, meine Kinder morgens rechtzeitig zur Schule zu bringen.“

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