Schwere Skiunfälle in Tirol: Rettungshelis im Dauereinsatz

Mehrere Schwerverletzte gab es am Montag bei Skiunfällen in Tirol. Im Skigebiet Kitzbühel-Kirchberg prallte ein 6-jähriger Bub gegen einen Bretterstapel und erlitt schwere Kopfverletzungen. Ein 52-jähriger Skifahrer, der vergangenen Freitag in Sölden schwer gestürzt war, erlag am Montag seinen Verletzungen.

Kitzbühel, Ellmau, Ehrwald, Sölden – Am Montag ereigneten sich mehrere Skiunfälle in Tirol. Dabei wurden Wintersportler zum Teil schwer verletzt.

Ein 6-jähriger Bub aus Deutschland verlor gegen Mittag laut Polizei im Skigebiet Kitzbühel-Kirchberg aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über seine Skier und prallte in einen ungesicherten Bretterstapel, der neben der Piste abgestellt war. Der Bub zog sich schwere Verletzungen im Bereich des Kopfes zu. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen.

Im Funpark Ellmau zog sich ein 15-jähriger Urlauber nach einem Sprung über eine Schanze schwere Verletzungen zu. Der Deutsche wurde mit Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma ins Bezirkskrankenhaus St. Johann geflogen, anschließend wurde er in die neurochirurgische Abteilung der Landesklinik Salzburg überstellt, teilte die Polizei mit.

Skiunfälle im Außerfern

Im Skigebiet Ehrwalder Alm kam kurz vor Mittag ein 7-jähriges Mädchen aus den Niederlanden zu Sturz. Ihr 38-jähriger Vater, der hinter ihr fuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und kollidierte mit seiner Tochter. Das Mädchen erlitt eine Schnittwunde an der Lippe. Sie wurde nach der Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber ins Bezirkskrankenhaus Reutte geflogen. Der Vater zog sich Abschürfungen und Schwellungen an der Nase zu. Er wurde mit der Rettung ins BKH Reutte eingeliefert.

Ein Skiunfall mit Fahrerflucht ereignete sich ebenfalls im Skigebiet Ehrwalder Alm. Ein 54-jähriger Skifahrer aus Deutschland stieß mit einem Unbekannten zusammen. Der 54-Jährige kam dabei zu Sturz und verletzte sich. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber ins BKH Reutte geflogen. Der Zweitbeteiligte blieb kurz stehen, setzte dann aber seine Fahrt fort.

Im Skigebiet Berwang/Rinnen kam es gegen 13.15 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache zu einer Kollision zwischen zwei Skifahrern. Die 44-jährige Deutsche stürzte und verletzte sich am Knie. Sie wurde mit der Rettung ins BKH Reutte eingeliefert. Der 10-jährige Bub aus den Niederlanden blieb unverletzt.

Herrenloses Snowboard prallte gegen 15-Jährige

Im Skigebiet Giggijoch in Sölden verlor eine 10-jährige Russin aus bisher ungeklärter Ursache ihr Snowboard. Das Gerät rutschte herrenlos über die Piste und prallte gegen die Hüfte einer 15-jährigen Deutschen. Diese wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus Zams geflogen.

Tödlicher Skiunfall in Sölden

Ein 52-jähriger Deutscher ist am Montag nach einem Skiunfall am vergangenen Freitag in Tirol an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der Mann sei im Skigebiet Hochgurgl im Pistenbereich aus bisher ungeklärter Ursache über eine Geländekuppe gestürzt, teilte die Polizei mit. Bei dem Sturz zog er sich schwere Kopfverletzungen zu. Am Montag erlag der Mann dann in der Innsbrucker Klinik seinen Verletzungen. (TT.com)


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