Nun geht’s um die Nachfolge

Die Bezirks-VP sucht einen neuen Obmann. Mit Franz Berger könnte ein alter Bekannter wieder in das Politgeschehen eingreifen.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Ein nicht ganz unbekanntes Problem kommt auf die ÖVP im Bezirk Kitzbühel zu. Die Partei muss wieder einmal eine neue Bezirks-Partei-Obfrau oder einen neuen Obmann aufstellen. Nachdem Landesrätin Beate Palfrader nun zur AAB-Landesobfrau gewählt wurde, kann sie nicht mehr ihre Tätigkeit als VP-Bezirks­obfrau ausüben. Das verhindern die Statuten der Volkspartei.

Doch um die Nachfolge könnte es spannend werden. Schon vor einigen Wochen haben die beiden Landtagsabgeordneten Siegfried Egger und Josef Edenhauser ihr Interesse für die Position bekundet, die Tiroler Tageszeitung berichtete. Sowohl Egger als auch Edenhauser hatten das als einen logischen Schritt gesehen. Doch werden die Bünde bei der Suche nach dem Palfrader-Nachfolger ein gewichtiges Wort mitreden. Egger kommt vom Wirtschaftsbund und Edenhauser vom Bauernbund. Aus ÖVP-Kreisen ist zu hören, dass man dem Bauernbund den Bezirks­obmann nicht gerne überlassen würde. Aber auch Egger ist in der VP nicht unumstritten. Hier hängt ihm vor allem nach, dass er es seit Jahren nicht schafft, die Kirchberger Orts-VP neu zu formieren und wieder aufzustellen.

Ins Spiel kommt nun auch immer öfter ein neuer Name eines alten Bekannten. Franz Berger wird ebenfalls als Pal­f­rader-Nachfolger gehandelt. Er wurde zwar für die jüngsten Landtagswahlen nicht mehr aufgestellt, da kein Bund sich für ihn starkgemacht hatte. Aber genau das könnte nun sein großer Vorteil sein. Als kleinster gemeinsamer Nenner mit politischer Erfahrung und gutem Kontakt zu Palfrader könnte er für jene wählbar sein, die weder Egger noch Edenhauser wollen. Die endgültige Entscheidung fällt aber erst Ende Sommer oder im Frühherbst, denn der Bezirksparteitag soll nicht vorgezogen werden.

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