Für große PV-Anlagen werden Flächen geprüft

In Oetz und Mils sollten bald Photovoltaik-Module auf Feldern stehen. In Oetz lässt der Gemeinderat nun ein Konzept erarbeiten.

Von Alexander Paschinger

Oetz, Mils –„Es geht um die Abwägung, ob man solch­e Anlagen überall zulassen kann“, erklärt der Oetzer Bürgermeister Hansjörg Falkner. Eine private Gesellschaft hat vor, im Ortsteil Schlatt eine Photovoltaik-Anlage mit 1800 Quadratmetern an Modul­flächen zu errichten. „Noch ist keine Entscheidung bei uns gefallen. Wir lassen uns nun ein Konzept von Experten der Raumordnung und Energie Tirol ausarbeiten“, so der Bürgermeister.

Die Zahlen des geplanten Solarkraftwerkes sind beeindruckend: Auf einer Grundfläche von 2500 m² sollten 269.500 Kilowattstunden Strom mit der 245-kWp-Anlage erzeugt werden – 64 Vier-Personen-Haushalte könnten damit versorgt und 86.000 Liter Heizöl oder mehr als 226 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

„Es ist eigentlich eine Frage der Optik“, sagt Falkner. Würde man dieses Projekt gleich genehmigen, „muss man sich im Klaren sein, dass dann überall solche Anlagen entstehen würden“. Und damit hätte man wohl keine Freude. Deshalb hatte schon Gemeindevorstand Alois Amprosi bei der letzten Gemeinderatssitzung gefordert, alternative Standorte prüfen zu lassen, um einerseits ökologisch unbedenklichen Energiequellen eine Chance zu geben, aber auch die Erhaltung des Landschaftsbildes dabei zu berücksichtigen. Das Ganze sollte bald geschehen, so der Dorfchef, denn die Betreiber brauchen einen einreichfähigen Plan für die Förderung.

In Mils ist man diesbezüglich schon einen Schritt weiter: Dort hatte der Gemeinde­rat bereits ein Grundstück an der Autobahn für einen privaten Betreiber als „Sonder­fläche Solaranlage“ gewidmet. „Das liegt derzeit im Amt der Landesregierung und muss noch bestätigt werden“, so der Milser Bürgermeister Markus Moser. Auf dem Milser Grundstück sollte die Anlage eine Größe von in etwa 140 bis 150 kWp erreichen.

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Gespannt ist Moser aber vor allem in einer gemeinde­eigenen Angelegenheit: Immerhin hat man um Förderung für eine PV-Anlage mit rund 105 kWp auf dem Gemeindezentrum angesucht: 840 m² Kollektorflächen könnten hier entstehen. „Es kommt aber darauf an, ob wir die Förderung auch bekommen“, so Moser. Immerhin geht es um eine Investitionssumme von 220.000 Euro.


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