Standort Tirol

Führung bei GE Jenbacher geschrumpft

Nach dem Ausscheiden zweier Übergangs-Geschäftsführer bleibt Karl Wetzlmayer bei GE Jenbacher alleine an der Spitze.

Von Max Strozzi

Jenbach –Beim Gasmotorenhersteller GE Jenbacher wurde erneut die Führung umgebaut. Wie kürzlich bekannt wurde, sind die Italiener Massimo Sanvito und Matteo Anversa Ende des Vorjahres aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Karl Wetzlmayer bleibt damit alleiniger Geschäftsführer in Jenbach.

Sanvito und Anversa waren vor einem Jahr nach den heftigen Turbulenzen bei GE Jenbacher in die Chefetage des Gasmotorenproduzenten mit 1500 Mitarbeitern in Jenbach geholt worden. Aufgrund von Ungereimtheiten hatte sich das Unternehmen zuvor von sieben Managern getrennt, darunter waren zwei Top-Manager aus der Führungsriege. Die Führungskräfte sollen gegen die strengen internen Verhaltensregeln (Compliance) verstoßen haben, sogar Korruptionsvorwürfe machten seinerzeit die Runde. Zu den konkreten Hintergründen schweigt das Unternehmen bis heute. Wetzlmayer hatte lediglich bestätigt, dass man punktuell Probleme entdeckt und diese sofort abgestellt habe.

Als Folge der Affäre wurden Sanvito, damals Compliance-Chef bei GE Europa, sowie Anversa als Finanzexperte nach Tirol geholt. Vermutlich, um die Affäre intern zu durchleuchten und aufzuarbeiten. Ende 2013 sind sie nun wieder aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

GE Jenbacher weist einen Zusammenhang zwischen dem nunmehrigen Ausscheiden der italienischen Geschäftsführer und der Compliance-Causa zurück. „Es handelt sich um ganz normale interne Führungswechsel, die mit anderen Dingen nichts zu tun haben“, betont das Unternehmen. Derzeit seien auch keine weiteren Änderungen in der Geschäftsführung geplant, teilt GE Jenbacher mit.

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