Arbeitsmarkt

Integration: Niedrige Erwerbsquote bei Migrantinnen

Besonders Frauen mit türkischem Migrationshintergrund sind vergleichsweise schwach am Arbeitsmarkt vertreten.

Wien - Frauen mit Migrationshintergrund sind deutlich seltener am Arbeitsmarkt tätig. Das geht aus einer neuen Informationsbroschüre des Integrationsfonds hervor. Ihre Erwerbsquote lag demnach 2012 bei 59 Prozent. Besonders niedrig ist sie bei Frauen mit türkischem Migrationshintergrund mit nur 43 Prozent. Dagegen sind 70 Prozent der Frauen ohne Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt vertreten.

Das Nettojahreseinkommen von Österreicherinnen lag 2011 bei 18.400 Euro, während Ausländerinnen 3.100 Euro weniger verdienten. Frauen aus der EU verdienten das selbe wie Österreicherinnen. Das Durchschnittseinkommen von Türkinnen lag dagegen mit 12.900 Euro rund 5.500 Euro unter dem von Österreicherinnen.

Frauen mit Migrationshintergrund sind in den hoch und niedrig qualifizierten Bildungsschichten überrepräsentiert. Mehr als 30 Prozent von ihnen verfügen nur über einen Pflichtschulabschluss, gleichzeitig haben aber knapp 19 Prozent einen Universitätsabschluss (Österreicherinnen ohne Migrationshintergrund: 16 Prozent). In der zweiten Generation gleicht sich das Bildungsniveau der Frauen zunehmend an: Der Anteil an Frauen, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, sinkt (24 Prozent), der Anteil an Lehrabschlüssen steigt (von 28 Prozent in der ersten Generation auf 46 Prozent in der zweiten).

Insgesamt lebten vergangenes Jahr 786.500 Frauen ausländischer Herkunft in Österreich, das entsprach 18,2 Prozent der weiblichen Gesamtbevölkerung. Die meisten Frauen stammten aus Deutschland (122.600), gefolgt von Frauen türkischer (86.900) und serbischer Herkunft (79.900). (APA)

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