Manipulations-Skandal

7000 Euro fürs Nichtstun: Taboga spricht erstmals über Wettbetrug

Im Exklusiv-Interview mit „Servus TV“ sprach Dominik Taboga erstmals seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft über den Manipulations-Skandal. Die Sendung wird am Donnerstag (22.15 Uhr) ausgestrahlt.

Innsbruck – Der frühere Grödig-Kapitän Dominique Taboga spricht am Donnerstagabend (22.15 Uhr) in einem Interview bei „ServusTV“ erstmals nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft über seine Verwicklungen in Fußball-Wettbetrug. Der 31-Jährige war Ende November 2013 in U-Haft genommen worden.

Der Sender veröffentlichte bereits heute Mittwoch erste Auszüge. „Ich war damals 23 Jahre alt, hatte einen Vertrag, laut dem ich 1200 Euro pro Monat verdient habe, habe selber meine Wohnung und mein Auto finanzieren müssen. Und dann spielt man gegen den klaren Tabellenführer. Meine Siegprämie im Verein war 600 Euro. Es hat geheißen, dass wir 7000 Euro für eine Niederlage bekommen. Das ist ein sehr großer Unterschied. 7000 Euro für‘s Nichtstun“, wird Taboga zitiert.

Desweiteren spreche der von der Bundesliga lebenslang gesperrte Kicker über den Einstieg in ein mafiöses Netzwerk, über finanzielle Verlockungen und über Erpressung in einem Umfeld, das keinen Ausstieg duldet. „Knapp vor der Verhaftung (im November 2013, Anm.) hatte ich Selbstmordgedanken,“ so Taboga über den Druck, der auf ihm lastete.

Nach dem Interview analysieren Experten wie Sylvia Schenk (Transparency International Deutschland), Chefermittler Dieter Csefan (Bundeskriminalamt Wien) oder der Sportpsychologe Günter Amesberger, was Spiel- und Wettbetrüger antreibt, welche Maßnahmen in der Prävention sinnvoll wären und welche Initiativen und Gesetze es braucht, um die Integrität des Sports zu wahren und die Gefahr des internationalen Sportbetruges einzudämmen. (tt.com)

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