Verkehr

Bagger haben in Innsbrucker Innenstadt wieder Hochsaison

Ab Montag graben die IKB Teile der Museum- und Wilhelm-Greil-Straße für eine neue 110-kV-Leitung auf. Neue Oberflächengestaltung ist in Planung.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Am Innrain wird bereits fleißig gewerkt. Vorarbeiten für das Projekt Straßenbahn. Vorerst ohne gröbere Probleme. Für Montag haben sich weitere Bagger in der Innenstadt angekündigt. Dieses Mal geht es der Museumstraße (Höhe Angerzellgasse bis Wilhelm-Greil-Straße) sowie der Wilhelm-Greil-Straße an den Kragen (siehe Faktbox). Hauptinitiator sind die Kommunalbetriebe (IKB). Aus Gründen der Versorgungssicherheit müsse man hier die Lücke im 110-kV-Netz zwischen den Umspannwerken Nord (Rennweg) und Mitte (Salurner Straße) schließen, wie es von Seiten der IKB bereits im September 2013 hieß. In der Wilhelm-Greil-Straße soll auch gleich alles in einem Aufwasch erledigt werden: Wasser, Kanal, Strom, Gas.

Während der Öffi-Verkehr in der Museumstraße auch in der Bauzeit weitgehend ungehindert fließen soll, wird es in der Wilhelm-Greil-Straße zu teils gravierenden Einschnitten kommen. Ab dem Bozner Platz soll diese Richtung Süden nur mehr als Einbahn geführt werden – dort situierte Parkplätze fallen weg. Die Zufahrt zur Landhaus-Tiefgarage soll frei bleiben. Der von Süden kommende Verkehr soll über die Adamgasse und den Bozner Platz – kreisverkehrsartig – wieder in die Wilhelm-Greil-Straße münden. Der gesamte Bauabschnitt für den „Ringschluss“ dürfte die IKB an die 2,2 Millionen Euro kosten.

Wann genau die gesamte Wilhelm-Greil-Straße wieder baustellenfrei sein wird, ist noch fraglich. Will doch die Stadt auch gleich die Oberfläche der Wilhelm-Greil-Straße behübschen. Ähnlich, wie es bereits in der Meraner Straße der Fall war. Dieses Mal allerdings unter Einbindung ansässiger Bewohner bzw. Kaufleute, wie die für den Tiefbau zuständige Vize-Bürgermeisterin Sonja Pitscheider sagt. Bereits gestern wurden die von gewählten Anrainer-Vertretern ausgearbeiteten Vorschläge einer größeren Arbeitsrunde präsentiert. Sie beinhalten u. a. mehr Bäume (japanische Kirsche) sowie eine Neuorganisation des Verkehrs (Ladezonen, Gastgärten, Sitzbereiche). Auch eine Pflasterung wird angedacht. Was davon tatsächlich umgesetzt werden könne, so Pitscheider, hängt aber auch wesentlich von der Finanzierung ab. Derzeit ist hierfür eine Million Euro im Budget reserviert. Im Falle einer Pflasterung müsse mindestens von einer Verdoppelung der Kosten ausgegangen werden, sagt die Politikerin. Zumindest der nördliche Straßenabschnitt soll aber bis Jahresende in neuem Glanz erstrahlen.

Zeitplan & Umleitung

Museumstraße: Ab Montag wird die Museumstraße zwischen Angerzellgasse und Wilhelm-Greil-Straße im Bereich des nördlichen Gehsteigs und Radfahrstreifens aufgegraben. Für Fußgänger bleibt ein 1,5 Meter breiter Weg frei. Diese Arbeiten dauern acht Wochen.

Wilhelm-Greil-Straße: Auch die südliche Wilhelm-Greil-Straße (Bozner Platz bis Salurner Straße) wird ab Montag (bis voraussichtlich Sommer) zur Baustelle. Der nördliche Teil (Bozner Platz/Museumstraße) kann frühestens ab Mai angegangen werden und soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Beide Abschnitte hängen zeitmäßig an der noch offenen Oberflächengestaltung seitens der Stadt.

Umleitung: Die Wilhelm-Greil-Straße wird Richtung Süden als Einbahn geführt. Eine Ausweichroute führt über die Adamgasse zum Bozner Platz (mit Linksabbieger).

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