Bulgaren in Innsbruck zur Prostitution gezwungen

Ein 27-Jähriger und eine 43-Jährige musste laut Polizei unter Androhung von Gewalt auf den Straßenstrich. Einer von drei Verdächtigen wurde festgenommen. Die Ausstellung eines EU-Haftbefehls wurde beantragt.

(Symbolfoto)
© APA/HELMUT FOHRINGER

Innsbruck – Ein 27-jähriger Mann und eine 43-jährige Frau aus Bulgarien sollen in Innsbruck unter Androhung von Gewalt durch ebenfalls bulgarische Männer zur Prostitution gezwungen worden sein. Die beiden hätten vor der Polizei angegeben, gegen ihren Willen nach Innsbruck gebracht worden zu seien. Dies teilte die Exekutive am Mittwoch in einer Aussendung mit. Einer von drei Verdächtigen wurde festgenommen.

Die 43-Jährige habe sich laut Polizei bereits bei der Ankunft in Innsbruck in einem „schlechten Allgemeinzustand“ befunden und sei deswegen nicht in der Lage gewesen „auf die Straße zu gehen“. Der 27-Jährige habe indes einen Fluchtversuch unternommen, sei aber von den Männern wieder aufgegriffen worden. Diese hätten ihn anschließend geschlagen, bedroht und beschimpft. Außerdem seien ihm, um einen weiteren Fluchtversuch zu verhindern, die Personaldokumente und das Handy abgenommen worden.

Mit Schwächeanfall in Klinik

Vergangenen Freitag sei den beiden Opfern schließlich erlaubt worden, ihr Zimmer zu verlassen. Der Mann und die Frau gingen laut Polizei in ein Restaurant, wo die Frau einen Schwächeanfall erlitt. Sie wurde von der Rettung in die Innsbrucker Klinik eingeliefert.

In der Nacht auf Samstag konnte die Polizei mögliche Wohnappartements der beschuldigten Männer ausforschen. Dabei sei eine Person vorübergehend festgenommen worden, die beiden weiteren Bulgaren wurden jedoch nicht mehr angetroffen. Die Ausstellung eines EU-Haftbefehls wurde beantragt. (APA)


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