T-Mobile Austria durch Lizenzabschreibungen 2013 tiefrot

Wien - T-Mobile Austria blickt - wie die ganze Branche - auf ein sehr hartes Jahr 2013 zurück. Nicht zuletzt wegen der Abschreibung von Funk...

Wien - T-Mobile Austria blickt - wie die ganze Branche - auf ein sehr hartes Jahr 2013 zurück. Nicht zuletzt wegen der Abschreibung von Funklizenzen wurde ein Jahresverlust von 355 Mio. Euro eingefahren. Im operativen Geschäft konnte jedoch eine Betriebsergebnis (Ebit) von plus 32 Mio. Euro erwirtschaftet werden, betont das Unternehmen.

Der Umsatz ging um 5,7 Prozent auf 828 Mio. Euro zurück, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) reduzierte sich von 234 auf 192 Mio. Euro. Die Kundenzahl blieb mit 4,1 Millionen (gemessen nach SIM-Karten) stabil, wobei die Anzahl der höherwertigen Vertragskunden gesteigert werden konnte, so der zweitgrößte heimische Netzbetreiber.

Wie schon zuvor Marktführer A1 (Telekom Austria) bei seiner Bilanz-Pressekonferenz betonte, wird das schlechte Ergebnis - neben den Kosten für die LTE-Auktion - auf den harten Wettbewerb und die Absenkung der Roaminggebühren zurück geführt. Außerdem würden Apps wie WhatsApp auf den SMS-Umsatz drücken.

Weitere Tarif-Anpassungen

Der Bilanzverlust wirke sich jedoch in keiner Weise auf den Cash Flow des Unternehmens, die Investitionsfähigkeit oder operative Tätigkeit von T-Mobile Austria aus, betonte die Tochter der Deutschen Telekom. „Unser Jahresergebnis zeigt, dass unsere Kunden bei de facto weiter sinkenden Gebühren wesentlich höhere Leistungen bezogen haben. Das Datenvolumen in unseren Netzen ist 2013 um 100 Prozent gestiegen, seit dem Jahr 2009 um insgesamt 960 Prozent“, so Andreas Bierwirth, Chef von T-Mobile Austria.

Seiner Meinung nach zeige dies, dass sich die derzeitige Diskussion um Preiserhöhungen am Mobilfunkmarkt „in keiner Weise in den realen Zahlen wiederfindet“. „Der Verlust der variablen Entgelte wie bei SMS oder Roaming wird durch höhere Grundgebühren nicht annähernd kompensiert“, so der ehemalige AUA-Vorstand.

Zum Ausblick meinte er: „Darum haben wir bereits im Vorjahr eine Anpassung unserer Tarife an das geänderte Nutzungsverhalten vorgenommen. Dabei stehen Datenpreise im Mittelpunkt des jeweiligen Tarifs. Diese Anpassung werden wir im heurigen Jahr fortführen, um nachhaltig tätig bleiben zu können. Wir erwarten eine Abschwächung des negativen Umsatztrends, unter anderem durch eine Ausweitung unseres Wholesale-Geschäfts. Wie bisher gilt größtes Augenmerk auf unsere Effizienz, um unsere Margen zu stabilisieren.“ (APA)


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