Literatur

Die Gefahr des Lesens und Schreibens

© Hauser

Landeck – Das Jahresthema in der Stadtbücherei Landeck lautet „Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug. Frauen, die schreiben, leben gef...

Landeck –Das Jahresthema in der Stadtbücherei Landeck lautet „Frauen, die lesen, sind gefährlich und klug. Frauen, die schreiben, leben gefährlich.“ Nichts zu befürchten hatten die Frauen bei der ersten Lesung dieses Jahres aus einem simplen Grund: Der männliche Besucheranteil bei Leseabenden beträgt maximal zehn Prozent.

Frauen können offensichtlich nicht nur besser lesen, sie lesen auch lieber. Der erste Leseabend stand ganz im Zeichen der Präsentation des Gaismair-Jahrbuchs 2014. Die Gaismair-Publikationen, die es seit 30 Jahren gibt, folgen der Intention, gesellschaftspolitische und historische Themen kritisch zu diskutieren. Sie richten sich an ein weltoffenes Publikum. Der Michael-Gaismaier-Gesellschaft ist es ein Anliegen, kritischen Stimmen ein Podium zu bieten.

Im aktuellen Jahrbuch werden Aspekte der Bildungspolitik, Migration, Integration, zu den Landtagswahlen, zu Nationalsozialismus, zum Bettelverbot oder etwa zur Thematik Heimkinder beleuchtet. Eine von Christoph W. Bauer zusammengestellte Literaturauswahl ergänzt den 270 Seiten starken Band.

Als Mitautorin referierte Elisabeth Hussl zur Problematik des Bettelverbotes im Namen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Sie kommt zum Schluss: „Es gilt die Armut und Ausgrenzung zu bekämpfen, statt das Betteln zu kriminalisieren.“

Ebenfalls im Jahrbuch vertreten ist Barbara Maldoner-Jäger vom Verein „Fluchtpunkt“. Sie berichtete von der tristen Situation der Flüchtlinge in Tirol. Maldoner-Jäger weiß nur allzu gut Bescheid um die Lage in Not Befindlicher und kämpft für einen humaneren Umgang mit Menschen, mit denen es das Schicksal nicht so gut meinte. Zum aktuellen Jahresthema gibt es jede Menge neue Literatur in der Bücherei, die auch von Männern gelesen werden darf. (hau)

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Matthias Reichle

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