„Keinerlei Chance, Fußgänger auszuweichen“

Innsbruck – Das neue Jahr forderte in Tirol gleich in den Morgenstunden ein erstes Todesopfer....

Innsbruck –Das neue Jahr forderte in Tirol gleich in den Morgenstunden ein erstes Todesopfer.

Kurz vor sechs Uhr war ein US-Student aus Tennessee im Zillertaler Rohrberg auf der B169 im Bereich der Abfahrt Zell von einem Pkw erfasst und getötet worden. Laut Polizeiinspektion Zell am Ziller sei der 23-Jährige plötzlich von rechts auf die Fahrbahn gelaufen.

Der 59-jährige einheimische Pkw-Lenker habe noch versucht, nach links auszuweichen, erfasste jedoch den Fußgänger. Dieser wurde nach ein paar Metern auf die Fahrbahn geschleudert. Der Autofahrer landete aufgrund des Ausweichmanövers im Straßengraben.

Von dort aus wurde der Unfallwagen von der Staatsanwaltschaft auch sofort beschlagnahmt, um abzuklären, ob der tödliche Unfall nicht eine fahrlässige Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen darstellt. Ein eingeholtes Kfz-Gutachten brachte nun jedoch ein eindeutiges Ergebnis und führte am Freitag zur Einstellung des Verfahrens gegen den einheimischen Fahrzeuglenker.

Staatsanwalt Hansjörg Mayr auf Anfrage zur TT: „Der Lenker hatte laut Gutachten keinerlei Chance, den Zusammenstoß mit dem Fußgänger zu vermeiden. Auch war der Mann im Dunkeln weder zu schnell gefahren noch alkoholisiert.“

Der Getötete hatte mit irischen Studienkollegen bei Mayrhofen seinen Skiurlaub verbracht und wurde nach einer gerichtlichen Obduktion in die Heimat überstellt. (fell)


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