Vater und Sohn überlebten 70-Meter-Absturz im Zillertal

Über 70 Meter sind ein Vater und sein elfjähriger Sohn am Freitag in Hintertux über steiles und felsendurchsetztes Gelände abgestürzt. Der Unfall ging glimpflich aus.

Tux, Mayrhofen – Sie hatten nicht nur einen Schutzengel: Nach Ansicht der Retter im Zillertal müssen es gleich mehrere gewesen sein, die gestern einem Belgier (40)und seinem elfjährigen Sohn in Tux zur Seite standen. Sowohl der Bub als auch sein Vater stürzten rund 70 Meter über eisiges und felsiges Gelände in den Tuxbach ab. Und überstanden den Unfall mit relativ leichten Verletzungen.

„In 20 Jahren bei der Rettung hab’ ich selten so ein Glück gesehen“, erklärte Martin Geisler vom Roten Kreuz in Tux. Am Vormittag hatten die Urlauber auf einem Parkplatz auf den Bus gewartet. Das Kind kletterte auf einen zusammengeschobenen Schneehaufen – und stürzte ab. Als der Vater nachschauen ging, rutschte auch er ab und flog über 70 Meter in die Tiefe. „Extrem steil, eisig, in der Mitte lag ein Baum quer. Unter dem müssen die beiden durchgerutscht sein“, schilderte Geisler die Situation an der Absturzstelle. Nachsatz: „Wenn einer gegen den Baum kracht, geht die Sache ganz anders aus.“

Rettung und Bergrettung rückten aus und konnten über einen anderen Weg rasch zu den beiden Verletzten vordringen. „Sie waren relativ gefasst“, sagte Geisler. Die beiden Belgier wurden mittels Tau geborgen und ins Krankenhaus Schwaz ge­flogen. (TT, mw)

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