Hirschers Kranjska-Gora-Mission lautet Weltcup-Führung

Der Salzburger ist bereit für die dritte große Kugel in Serie: „Wenn ich das umsetze, was ich derzeit drauf habe, kann dieser Traum Wirklichkeit werden.“

Kranjska Gora – Nach Olympia-Silber im Slalom kehrt Österreichs Ski-Star Marcel Hirscher am Wochenende bei den Technikrennen in Kranjska Gora in den Weltcup zurück. Die Mission des 25-jährigen Salzburgers ist dabei klar: Mit Topresultaten im Riesentorlauf am Samstag und im Slalom am Sonntag will Hirscher wieder die Gesamtführung übernehmen. Derzeit trennen ihn 77 Punkte von Spitzenreiter Aksel Lund Svindal.

Für Österreichs Sportler des Jahres 2012 waren die Winterspiele in Russland die bisher „größte Challenge in meiner ganzen Karriere, ärger als die Heim-WM“. Zeit, die ganzen Eindrücke und den Stress von Olympia zu verarbeiten, hatte Hirscher nach seiner Heimkehr, als er nach einem Magen-Darm-Infekt eine Zwangspause einlegen musste.

„Ich bin marod auf der Couch gelegen, nur wenn der Aksel in Kvitfjell gefahren ist, ist mein Puls jedes Mal auf 150 raufgegangen“, erzählte der Slalom-Weltmeister vom vergangenen Wochenende, als der norwegische Speed-Spezialist seine Heimrennen nutzte, um wieder die Führung im Gesamt-Weltcup zu übernehmen.

„Olympia ist Geschichte, für Aksel und mich geht‘s jetzt noch einmal so richtig um alles. Erfolge bei den Spielen sind eine Momentaufnahme. Den Gesamtweltcup gewinnt der beste Skifahrer eines ganzen Winters - das ist sportlich eine andere Kategorie“, stellte Hirscher auf seiner Homepage klar.

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„Insofern kommt nach dem Saisonhöhepunkt in Sotschi jetzt noch einmal ein Saisonhöhepunkt. Die Pause hat mir gutgetan. Ich fühle mich frisch und gehe extrem motiviert in die letzten Rennen“, betonte Hirscher vor dem in Slowenien beginnenden Saison-Finish, für das er extrem zuversichtlich ist. „In Kranjska Gora bin ich zehn Weltcuprennen gefahren, sieben Mal war ich am Podium.“

Beim Weltcup-Finale in der kommenden Woche in Lenzerheide will er dann endgültig den dritten Gesamtsieg en suite fixieren. „Die dritte große Kugel in Serie? Wäre ein Traum. Wenn ich das umsetze, was ich derzeit drauf habe, dann kann dieser Traum auch Wirklichkeit werden“, weiß Hirscher, dass er bereit für diesen seltenen Hattrick ist. Dieser ist bisher nur dem Italiener Gustav Thöni (1971 bis 1973), dem Schweden Ingemar Stenmark (1976 bis 1978) und dem US-Amerikaner Phil Mahre (1981 bis 1983) gelungen. (APA)


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