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Vodafone-Chef beklagt unfairen Wettbewerb

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London - Der weltweit tätige Mobilfunkanbieter Vodafone hat die aus seiner Sicht unfairen Wettbewerbsbedingungen in der Telekommunikations-,...

London - Der weltweit tätige Mobilfunkanbieter Vodafone hat die aus seiner Sicht unfairen Wettbewerbsbedingungen in der Telekommunikations-, Internet- und Medienbranche angeprangert. Große Telekommunikationsanbieter seien im Nachtteil gegenüber nutzerstarken Internetdiensten wie Facebook oder WhatsApp, sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Die Politik sei gefordert, einheitliche Regeln für alle Anbieter zu schaffen - egal aus welchem Branchenbereich diese kämen, so Colao. Das Regelwerk sei in der jetzigen Form jedenfalls nicht ausgewogen: „Wenn morgen in Deutschland ein neuer Mobilfunkanbieter antritt, muss ich ihm ermöglichen, dass seine zehn Kunden mit meinen 30 Millionen Kunden kommunizieren können“, sagte Colao der Zeitung. „Aber wenn jemand einen neuen Nachrichten-Service startet, dann müssen ihm Facebook oder WhatsApp keinen Zugang zu ihrer Kundschaft gewähren. Die verteidigen ihre Festung. Das sind unfaire Bedingungen.“

Die Märkte, auf denen Telekommunikations-, Internet- und Medienunternehmen tätig seien, dürften nicht länger als getrennte Wettbewerbsfelder betrachtet werden. „Wir brauchen einheitliche Regeln für alle“, forderte Colao. Die Wettbewerbshüter müssten zudem mehr Macht bekommen, mehr Mut an den Tag legen und schneller reagieren, sobald Fehlentwicklungen erkennbar seien. (APA/AFP)

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