Auftakt für ORF-“Dancing Stars“: Glitzer, Selfie und Luft nach oben

Die Promi-Herren absolvierten am Freitagabend ihre ersten Einzeltänze großteils solide. Sänger Marco Angelini bekam von der strengen Jury die beste Wertung.

Marco Angelini tanzt mit Maria Santner: Die beiden konnten am ersten Abend mit ihrem langsamen Walzer die Jury überzeugen.
© ORF/Milenko Badzic

Wien - Viel Glitzer, ein Selfie und vor allem Luft nach oben: Der Auftakt zur neunten „Dancing Stars“-Staffel hatte am Freitagabend einiges zu bieten gehabt. Die Einzeltänze der Herren offenbarten zwar noch einige Unsicherheiten, aber es bleibt ja noch Zeit bis zum großen Finale im Mai. Die Jury überzeugt hat jedenfalls Sänger Marco Angelini, der die beste Wertung für sich verbuchen konnte.

Insgesamt 24 Punkten gab es von Nicole Burns-Hansen, Hannes Nedbal, Thomas Schäfer-Elmayer und Balazs Ekker für Angelini und seine Profitanzpartnerin Maria Santner für ihren aufs Parkett gezauberten langsamen Walzer. „Ich bin das eigentlich nicht gewohnt, dass ich mich jemals in irgendeiner Sendung ganz vorne gesehen hab. Das bedeutet mir sehr viel, heißt aber noch überhaupt nichts. Es ist die erste Sendung, man kann maximal auf diesen Punkten aufbauen“, sagte er der APA. Die Favoritenrolle wollte er entsprechend nicht annehmen. „Wir müssen weiter arbeiten und richtig Gas geben.“ Schließlich sei auch ein kleiner Ausrutscher zu den Klängen von „Nothing Else Matters“ passiert. „Aber wichtig ist, dass man immer wieder aufsteht.“

Bis zu 895.000 Zuseher

Beim Auftakt der neuen „Dancing Stars“-Staffel am gestrigen Freitagabend wurden bis zu 895.000 Zuseher gemessen. Im Durchschnitt verfolgten 782.000 Österreicher (29 Prozent Marktanteil) die ersten Tanzversuche der Promis. In der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen erreichte die Show einen Marktanteil von 24 Prozent.

Das Saalpublikum zu lautem Jubel hingerissen haben Schauspieler Morteza Tavakoli und Julia Burghardt, die einen ausdrucksstarken Cha-Cha-Cha hinlegten. Dieser war allerdings nicht nach dem Geschmack von Ekker, der die niedrigste Punktezahl auspackte. Die „1“ habe ihn letztlich aber nicht gestört, meinte Tavakoli. „Das muss man natürlich respektieren, ich bin kein Profitänzer. Aber vielleicht ist Balazs auch ein heimlicher Fan, vielleicht will er mir sagen: You are the Number One!“

Letztlich wurde es im Juryvoting der vierte Platz mit 18 Punkten. Hinter dem Schauspieler landete nur noch Ex-Skirennläufer Erik Schinegger mit 14 Punkten. Gut geschlagen haben sich auch Sänger Daniel Serafin, der beim Training mit Roswitha Wieland die Tanzfiguren mit Eselsbrücken versah. Von der Schildkröte über Dinosaurier bis zu Spaghetti war da alles dabei. Mit 19 Punkten waren es für das Paar schlussendlich drei weniger als für Skisprunglegende Hubert Neuper und Kathrin Menzinger.

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Ekker: Niveau sei „gar nicht so schlecht“

Trotz strenger Benotung war Juror Ekker aber zufrieden mit dem Gezeigten. „Die erste Show ist immer schwer. Die Paare wissen noch nicht, wie der Ballroom funktioniert, was gut ankommt, was schlecht ankommt. Sie wissen auch noch nicht, wie sie mit guten und schlechten Bewertungen umgehen sollen. Aber davon lebt ja die Show, sie werden es schon noch lernen.“ Das Niveau sei „gar nicht so schlecht“. Und sonst können sich die Kandidaten immer noch mit spontanen Fotoshootings behelfen, wie Moderator Klaus Eberhartinger bewies. Er holte kurzerhand im Backstagebereich die versammelte Promischar für ein „Selfie“ zusammen. Was bei den Oscars funktioniert, kann den „Dancing Stars“ schließlich nicht schaden.

Zum Auftakt der neunten Staffel von „Dancing Stars“ mussten die fünf männlichen Promi-Kandidaten mit ihren Profi-Tanzlehrern ihr Taktgefühl bei einem Solotanz unter Beweis stellen.
© ORF

Wirklich eröffnet haben die neunten Staffel aber die 70er bzw. „prominente Frauenpower“, wie es Eberhartinger, an dessen Seite Mirjam Weichselbraun durch den Tanzparcours führte, bezeichnete: Die Damen legten eingangs mit ihren Profitanzpartnern zu den Klängen von „Gimme, Gimme, Gimme“ eine gemeinsame Choreografie aufs Parkett. Mit viel Glamour und Glitzer, zumindest was die in Blau und Weiß gehaltenen Kostüme betraf. Die Tanzschritte saßen zwar noch nicht perfekt, dafür mangelte es nicht an Schwung und Elan.

Für Managerin Melanie Binder, ORF-Adelsexpertin Lisbeth Bischoff, Societyreporterin Andrea Buday, Musicaldarstellerin Roxanne Rapp und Moderatorin Andrea Puschl wird es allerdings erst kommende Woche so richtig ernst, wenn sie ihre ersten Einzeltänze absolvieren müssen. Wenngleich auch dann noch ein imaginäres Sicherheitsnetz gespannt ist, denn ein Teilnehmer kommt den „Dancing Stars“ erst am 21. März abhanden. Die bis dahin gesammelten Punkte von Jury und Publikum werden in diese erste Entscheidungsshow mitgenommen.

Wer sich schlussendlich zu den bisherigen Siegern Marika Lichter (2005), Manuel Ortega (2006), Klaus Eberhartinger (2007), Dorian Steidl (2008), Claudia Reiterer (2009), Astrid Wirtenberger (2011), Petra Frey (2012) und Rainer Schönfelder (2013) gesellen darf, wird nach dem Finale am 16. Mai feststehen. Bis dahin gilt es aber noch, Zuschauer wie Jury zu überzeugen und außerdem zwei Neuerungen zu überstehen: In der sechsten und siebenten Ausgabe der „Dancing Stars“ stehen immerhin ein Tanz-Marathon sowie ein Tanz-Doppel an. (APA)


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