Mehr als 100 tote Kinder bei Hungersnot im Süden Pakistans

In den letzten drei Monaten sind in der pakistanischen Thar-Wüste laut Medienberichten über 120 Kinder an den Folgen von Unterernährung gestorben. Die Regierung schickt Ärzteteams in die betroffene Region.

Noch immer hungern weltweit mehr als 800 Millionen Menschen. Von "verborgenem Hunger" - Mangelernährung - sind zudem mehr als zwei Milliarden Menschen betroffen.
© REUTERS/Adnan Abidi

Islamabad - Nach dem Tod von mehr als 100 Kindern aufgrund einer Hungersnot schicken die pakistanischen Behörden Hilfslieferungen in den Süden des Landes. Ministerpräsident Nawaz Sharif habe die Streitkräfte angewiesen, Ärzteteams in die Thar-Wüste in die südliche Provinz Sindh zu bringen, teilte sein Büro am Samstag mit.

Grund seien Medienberichte, wonach dort in den vergangenen drei Monaten 122 Kinder an den Folgen von Unterernährung ums Leben gekommen seien. Einheimische erzählten dem pakistanischen Fernsehen, dass die meisten Opfer der verarmten Hindu-Minderheit angehörten. (dpa)


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