Telfs

Masern-Gefahr an Telfer Gymnasium laut Land gebannt

Das Land gibt nach dem Masern-Fall an einem Telfer Gymnasium „vorerst Entwarnung“. Der betroffene Schüler kann am Montag an die Schule zurückkehren.

Telfs - Nach der Masern-Erkrankung eines Schülers am Gymnasium in Telfs, die TT berichtete, hat das Land am Sonntag Entwarnung gegeben. Das Schulkind kann wieder am Unterricht teilnehmen, und am morgigen Montag sollen auch die 35 Lehrer und Schüler wieder zurückkehren, bei denen der Impfstatus unklar war, hieß es in einer Aussendung am Sonntag. Sie mussten die zwölftägige Inkubationsfrist abwarten.

„Wir können vorerst Entwarnung geben“, erklärte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber: „Die Masern-Gefahr am Gymnasium in Telfs scheint gebannt. Allerdings können wir nicht ausschließen, dass noch weitere Masernfälle in Telfs auftreten.“ Insgesamt seien seit heurigem Jänner in Tirol sieben Masernerkrankungen bekannt geworden, vier davon in Telfs. Diese würden weiter beobachtet.

Bei Masern handle es sich um eine hochansteckende, durch Niesen oder Husten übertragbare Infektionskrankheit. Das Beispiel des Gymnasiums‘ in Telfs habe eindrucksvoll belegt, wie wichtig der Schutz durch Impfung für eine Gemeinschaftseinrichtung sei, so der Experte: „Was zuletzt in Telfs passiert ist, könnte rein theoretisch morgen in Tirol zur Schließung einer anderen Schule, einer Kaserne oder eines Studentenheimes führen, wenn dort im Falle eines Ausbruchs der Krankheit kein ausreichender Herdenschutz gegeben ist.“

Erst eine sehr hohe Impfrate schränke die Zirkulation des Krankheitserregers ein. Besonders ansteckungs- und komplikationsgefährdet seien Säuglinge, weil sie erst ab dem Alter von elf Monaten geimpft werden können. Ihnen biete nur die Impfung der „Umgebung“ Schutz.

Masern sei „keine harmlose Kinderkrankheit, sondern kann zur ernsten Gefahr sowohl für einen erwachsenen Menschen als auch ein kleines Kind werden“, mahnt Amtsärztin Anita Luckner-Hornischer. Bei einem aktuellen Ausbruch in Ostösterreich wurden zuletzt 43 Erkrankungsfällen registriert. (tt.com, APA)

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