EU-Ministerrat plant weniger Entschädigung für Fluggäste

Demnach müssten Airlines künftig auf Flügen bis 3.500 Kilometern erst ab fünf, bis 6.000 Kilometern erst ab neun und bei noch längeren Flügen erst ab zwölf Stunden Verspätung Entschädigung zahlen.

Hamburg – Der EU-Ministerrat plant laut einem „Spiegel“-Bericht bei Entschädigungen für Flugverspätungen eine Verschlechterung für die Passagiere. Demnach müssten Airlines künftig auf Flügen bis 3.500 Kilometern erst ab fünf, bis 6.000 Kilometern erst ab neun und bei noch längeren Flügen erst ab zwölf Stunden Verspätung Entschädigung zahlen.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf einen entsprechenden Entwurf des EU-Organs. Derzeit haben Passagiere bereits ab drei Stunden Verspätung Anspruch auf Kompensation. Auch bei der Annullierung von Flügen soll es dem Bericht zufolge Verschlechterungen der Fluggastrechte geben.

Der Ministerrat fällt laut „Spiegel“ mit seiner Position noch hinter einen Entwurf der EU-Kommission zurück, die vom EU-Parlament bereits als zu kundenfeindlich kritisiert worden war. Die Parlamentierer legten daraufhin mit einem Gegenentwurf nach. Verbraucherschützer kritisierten in dem „Spiegel“-Bericht, dass auch die Bundesregierung in dem Gesetzesverfahren gegenüber der Position der Fluggesellschaften eingeknickt sei. (APA/dpa)

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