Geplante Brecher-Anlage kostete bereits Kunden
Die Anrainer machen mobil, der Unternehmer Alfred Madersbacher bestreitet aber eine Lärm- und Staubbelastung für Brixlegg.
Von Michael Mader
Reith i. A. –Nicht den Staub, aber zumindest die Wogen hat eine im Ortsteil Reith im Alpbachtal geplante mobile Brecher-Anlage hochgehen lassen. Wie berichtet hat sich gegen das geplante Vorhaben des Reither Unternehmers Alfred Madersbacher eine breite Front an Gegnern gebildet, die schließlich in einer Versammlung mündete, bei der mehr als 200 erboste Bürger anwesend waren.
Die Anrainer aus Reith und dem benachbarten Brixlegg befürchten durch den Brecher eine erhöhte Staub- und Lärmbelastung und dadurch eine Verminderung ihrer Lebensqualität. Mit einem eigens gegründeten Verein will man künftig gegen das Vorhaben von Madersbacher vorgehen.
Der beklagt sich jetzt, dass ihm wegen der Aufregung bereits die ersten Aufträge wegfallen. „Wir hätten im Brixlegger Ortsteil Mehrn eine Ladetätigkeit mit einem Kran durchführen sollen und waren uns mit dem Auftraggeber bereits einig. Am nächsten Tag hat er abgesagt, weil sein Nachbar uns wegen der Brecher-Anlage die Zufahrt auf dem öffentlichen Weg verweigern will“, erklärt Madersbacher, der es traurig findet, dass auf Kunden Druck ausgeübt wird.
Im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung will er einige Dinge klarstellen: „Wir fahren mit unseren Lkw nicht an Privathäusern vorbei, sondern auf dem von uns gebauten Privatweg.“ Da gebe es eh ständig Probleme. Der Weg würde von allen möglichen Leuten benutzt, vom Jogger bis zum Spaziergänger und die Hunde würden ihr Geschäft in den privaten Wiesen erledigen.
„Wir wollen auch keine Sammelstelle von ganz Tirol werden, sondern mit dem Brecher nur den Bauschutt von unseren privaten Kunden und unseren eigenen Baustellen aufbereiten und weiterverkaufen“, führt Madersbacher weiter aus. Dass es dabei zu Lärm- und Staubbelastungen kommt, stellt er in Abrede. Das Brechen würde innerhalb der Maschine erfolgen und gegen den Staub werde in der Anlage Wasser gespritzt.
„Es braucht niemand Angst zu haben, dass Brixlegg oder Mehrn im Staub erstickt“, sagt Madersbacher. Er betreibe ja ganz in der Nähe seines Betriebsgeländes, das derzeit als Abstellplatz für Lkw und Bagger dient, eine Pension. „Da würden wir uns ja selber schaden. Außerdem besteht unser Betrieb schon seit 35 Jahren und wir hatten nie Probleme mit Nachbarn oder Gemeinden. Von der Behörde wurden wir sogar gelobt, dass unsere Betriebsstätte so sauber ist“, verkündet der Firmenchef.
Im Übrigen wehrt sich Madersbacher gegen die Vorwürfe, dass man seinen bellenden Hund in der ganzen Siedlung hören würde: „Da sind Leute nachschauen gefahren und haben feststellen müssen, dass es nicht meiner war.“