Schwieriges Überqueren ohne Zebrastreifen
Die 62 Wohnungen am Tiroler Milch Areal sind in St. Johann vergeben. Gefährlich ist das Queren der Fieberbrunner Straße.
Von Verena Hofer
St. Johann i. T. –Insgesamt vier Wohnhäuser mit 30 Eigentums- und 32 Mietwohnungen wurden von der Neuen Heimat Tirol am ehemaligen Milch Areal errichtet. Die Mieter sind mittlerweile alle eingezogen, schwierig ist das Queren der Fieberbrunner Straße (B164) zu Fuß. Eine linke Abbiegespur für die Autos wurde gebaut, ein Zebrastreifen fehlt. LA Heribert Mariacher (FPÖ) brachte dazu einen Antrag bei der jüngsten Gemeinderatssitzung ein. Eine schnelle Lösung wird es jedoch nicht geben, da Zebrastreifen über drei Fahrspuren nicht erlaubt sind.
„Ich fahre selbst dort oft vorbei und das Überqueren ist eine schwierige Sache“, sagt Mariacher und ergänzt, dass besonders in den Stoßzeiten in der Früh und am Abend eine Querung sehr gefährlich ist. Die Fieberbrunnner Straße gehört zu einer der meistbefahrenen in St. Johann. Eine verkehrstechnisches Gutachten wurde von der Neuen Heimat beim Bau in Auftrag gegeben und das Baubezirksamt Kufstein gab Stellung dazu ab. Die linke Abbiegespur wurde umgesetzt. Ein Zebrastreifen wurde nicht als sinnvoll erachtet, da es eine weitere Möglichkeit gibt, sicher zu Fuß in das Zentrum zu kommen. „Die Notwendigkeit ist nicht da“, sagt Wegscheider (Fachbereichsleiter Straßenbau) und ergänzt, dass zu Fuß das Zentrum von der Seite des Krankenhauses erreicht werden kann. Wenn die Südtiroler Siedlung erreicht werden soll, dann muss der Umweg über die Gemeinde genommen werden. Gemeinderat Mariacher sieht dies als „Wahnsinn“ an: „Die Wohnungseigentümer der vorderen Häuser werden nicht gegen die Richtung gehen.“
Prinzipiell sei das Errichten von Schutzwegen laut Wegscheider eine schwierige Aufgabe: „Die ausgesprochene Route muss notwendig sein und es braucht auch die nötige Sichtweite. Der Übergang muss beleuchtet werden.“
Im Gemeinderat gab es durchwegs Zustimmung zum Vorschlag von dem FPÖ-Mandatar. Der Gemeinderat will sich über Regelungen informieren. Um die Situation zu entschärfen, soll an einer Übergangslösung gearbeitet werden.