Tunnel, Unterführung oder Umfahrung für Obsteig
Welche Verkehrslösung gibt es für Obsteig? Dorfchef Hermann Föger sieht drei Möglichkeiten für die verkehrsgeplagte Plateaugemeinde.
Von Matthias Reichle
Obsteig –In Heiterwang hat man schon die Umfahrung für die Umfahrungsstraße gebaut, erinnert der Obsteiger Dorfchef Hermann Föger. In seiner Gemeinde wäre man bereits mit einer einfachen Lösung für das Verkehrsproblem zufrieden. Morgen Abend diskutieren LHStv. Ingrid Felipe, Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer mit dem Dorfchef und dem Sprecher der Bürgerinitiative, Martin Riser, beim TT-Forum im Gemeindesaal über die Problematik.
„Das Land hat die Experten“, beteuert Föger, der selbst keine konkrete Lösung in der Schublade liegen hat – „wir fordern einfach weniger Verkehr.“ Aber natürlich habe man sich diverse Varianten angeschaut, betont der Dorfchef. Zum Beispiel in Südtirol, wo ganze Orte untertunnelt wurden.
„Für Obsteig wäre das eventuell eine Idee“, so Föger – eine Unterführung, die den Verkehr quasi in den Keller verlegt. Im Ort selber ist man aufgrund des Landschaftsschutzgebietes und des Geländes eingeschränkt.
Eine weitere Lösung der Verkehrsproblematik wäre deshalb der Tschirganttunnel – ein Projekt, das von der Asfinag nicht mehr unter die dringlichsten gerechnet wird. Aber auch eine Umfahrung im Gurgltal würde Obsteig helfen, ist Föger überzeugt.
Was davon hat man bereits beim Land untersucht? „Lokale Maßnahmen“ jedenfalls nicht, bestätigt der Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße Christian Molzer.
„Die Forderung des Landes ist der Tschirganttunnel“, betont er. Damit würde nicht nur Obsteig, sondern auch die Ortsdurchfahrt von Tarrenz entlastet. „Es wäre das falsche Signal an den Bund, wenn das Land jetzt Umfahrungen für beide Gemeinden plant.“