Tirol

„Freies Theater Innsbruck“ soll Ort für Nachwuchskünstler werden

Das ursprüngliches Konzept als Treffpunkt für Theatergruppen habe laut Vorstandsmitglied Fabian Kametz nicht funktioniert. In Zusammenarbeit mit der Schauspielschule Innsbruck sollen nun junge Nachwuchskünstler gefördert werden.

Innsbruck – Das „Freie Theater Innsbruck“ soll in Zukunft ein Haus für Nachwuchskünstler werden. Dies erklärten die Verantwortlichen am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz in Innsbruck. Das ursprüngliche Konzept des Theaters als Treffpunkt für bereits etablierte Theatergruppen habe laut Vorstandsmitglied Fabian Kametz nicht funktioniert.

„Das Theater ist vielleicht ein bisschen zu spät gekommen“, meinte Kametz. Die etablierten Theatergruppen hätten mittlerweile feste Spielstätten gefunden, fügte Nicolas Dabelstein, Vorsitzender des Vereins, hinzu. Deshalb sei es für das „Freie Theater Innsbruck“ notwendig gewesen sich umzuorientieren.

In Zusammenarbeit mit der Schauspielschule Innsbruck sollen nun junge Nachwuchskünstler gefördert werden. „Das Scheitern ist ein wichtiges Element und muss erlaubt sein. Wir sind frei von allen ökonomischen Zwängen und nicht erfolgsorientiert“, sagte Dabelstein. Im „Freien Theater Innsbruck“ zähle alleine die künstlerische Entwicklung der Leute und nicht der finanzielle Erfolg.

Neben der Konzentration auf junge Talente soll das Theater auch ein Ort der Auseinandersetzung werden, meinte Dabelstein. „Wir wollen nicht einfach eine Produktion nach der anderen abspielen, sondern auch Formen des Dialogs ermöglichen“, erklärte der Vorsitzende. Deshalb sollen zukünftig vermehrt Formate mit persönlicher Beteiligung der Bevölkerung auf dem Programm stehen.

Geplant seien untere anderem eine neue „Late-Night-Reihe“. Bei „Theater im Gespräch“ sollen aktuelle und brisante Themen aus Produktionen im Haus aufgegriffen werden und Künstler, Theater- und Kulturschaffende mit Zuschauern ins Gespräch gebracht werden. Außerdem soll ein regelmäßiger Poetry Slam im „Freien Theater“ installiert werden. „Bei uns wird es jeden Monat ein neues Thema und eine neue Form geben“, kündigte Carmen Sulzenbacher, Vereinsmitglied und Koordinatorin, an. So soll es beispielsweise einen „Open Air Slam“ am Innsbrucker Landhausplatz zum Thema Grillen geben. (APA)

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