Bahnhofsparkplätze werden verlost
Die Marktgemeinde Jenbach stellt demnächst 30 Parkplätze für Jenbacher zur Verfügung. Auch beim Projekt Park & Ride am Bahnhof geht was weiter: 30 Gemeideverantwortliche tagen dazu Ende März.
Von Walter Zwicknagl
Jenbach –Parkplätze in der Nähe des Jenbacher Bahnhofs sind nach wie vor Mangelware. „Nach Erhebungen der Bahn werden für Bewohner der Marktgemeinde zwischen 50 und 60 Parkplätze benötigt“, stellte BM Dietmar Wallner (VP) im Gemeinderat fest. Da der Bau eines Parkhauses noch auf sich warten lässt, mietet die Gemeinde von GE Jenbacher Platz für 30 Pkw an. „Eigentlich ist es unser Areal, das wir verpachtet haben. Einen Kriterienkatalog für die Vergabe der Plätze an Jenbacher müssen wir aber noch erarbeiten. Jedenfalls muss das gerecht abgehen“, meinte der Gemeindechef. Er möchte die Parkplätze verlosen, die Kriterien stehen noch nicht fest. Auch ein Kostenbeitrag der Pendler ist angedacht. Am Projekt Parkhaus werde weiter gearbeitet, erklärte Wallner auf Anfrage der Gemeinderäte Hans Margreiter (FP) und Wolfgang Palaver (Gemeinsam für Jenbach).
Erst jüngst gab es in dieser Richtung ein Treffen mit der Bezirkshauptmannschaft, dem Verkehrsverbund Tirol und Verantwortlichen der Bundesbahnen, um das größte Parkhausprojekt Tirols voranzutreiben. Es sei nicht einfach, 30 Gemeinden unter einen Hut zu bringen, betont Wallner. Ende März gibt es im Jenbacher Veranstaltungszentrum ein Treffen mit Gemeindeverantwortlichen. Dabei sollen längst nötige Informationen geliefert werden. Dass der Bahnknoten Jenbach den größten Zufluss an Pendlern habe und ein Parkhaus mit 450 Stellplätzen notwendig sei, liege auf der Hand. Mit 80.000 Euro werden die Planungskosten beziffert, die Kosten für das Parkhaus wurden bisher auf 8,5 Millionen Euro geschätzt.
Neben Stans und Buch beteiligt sich auch Jenbach an den Erhaltungskosten für einen Wirtschaftsweg im Bereich der ehemaligen Bahntrasse westlich des Tiwagkanals. Es handelt sich um einen Privatweg mit öffentlicher Nutzung. Geschaffen wurde der 3,5 Meter breite Weg von den Bundesbahnen. Mehr als 500 Meter davon liegen auf Jenbacher Gemeindegrund. Mit einer Gegenstimme wurde der Instandhaltungsvertrag vom Gemeinderat beschlossen.
Durchaus zufrieden zeigten sich die Gemeinderäte mit dem Jahresabschluss 2013, der einen Überschuss in der Höhe von 145.000 Euro erbrachte. Das Gesamtbudget lag bei mehr als 24 Millionen Euro. Früher als ursprünglich angepeilt konnte die letzte Rate für das 850.000 Euro teure Kapeller-Areal gezahlt werden.
Weiter gefeilt wird bis zur Sitzung im April an einem Integrationspapier, das Gemeinderat Reinhard Macht (VP) vom Ausschuss für soziale Angelegenheiten präsentierte. „Ergänzende Kritik“ brachte Eva Siding (SP) ein.