CeBIT-Tagebuch

Datability, oder: „Irgendwas mit Daten“

Zwei tanzende Roboter am Stand von Tobit Software.
© REUTERS

Was genau „Datability“ bedeuten soll, bleibt der Interpretation überlassen. Weniger Interpretationsspielraum bieten da tanzende Roboter.

Von Lukas Schwitzer aus Hannover

Hannover - „Datability“ ist das offizielle Schlagwort, unter dem die CeBIT in diesem Jahr veranstaltet wird. Was sich genau hinter dem Kunstwort verbirgt, ist vielen unklar, Definitionen gibt es wie Sand am Meer. „Es hat irgendwas mit Daten zu tun“, erklärt ein schnell gefragter Messe-Besucher und bittet kurz darauf, nicht namentlich zitiert zu werden. Abseits der PR-Beauftragten ist das Verständnis für die genaue Bedeutung des Worts also gering.

Bei einem Rundgang auf dem Messegelände offenbart sich aber auch, dass es andere Begriffe sind, die das Bild der CeBIT prägen. Neben dem allgegenwärtigen „Security“ vor allem eines: „Solution“. Lösungen für bestehende oder hypothetische Probleme aller Art werden von den unzähligen Ausstellern angeboten: Computergesteuerte Türsysteme für den Zugang zu abgesperrten Bereichen, widerstandsfähige Funkgeräte für Baustellen oder Systeme zur ferngesteuerten Temperaturregelung in Duschen.

Auch das Akronym ERP findet sich auf einer Vielzahl von Plakaten in den Hallen. Nicht um den Marshall-Plan geht es hier, sondern um „Enterprise resource planning“: Programme, die es Unternehmen erlauben, den kompletten Geschäftsablauf von Produktplanung über Produktion bis hin zu Verkauf zu verwalten. „Welcher ERP-Typ sind Sie?“, fragt ein Plakat die Passanten. „Der Uninteressierte“, antworten viele von ihnen mit ihren Blicken und hastigen Schritten. Denn in der nächsten Halle tanzen Roboter an Stangen. Und das hat endlich einmal nichts mit Daten zu tun.