Polit-Kritik an Asfinag-Plänen
Von Michael Mader...
Von Michael Mader
Angath –Scharfe Kritik an der Asfinag kommt von allen Seiten: Wie berichtet, plant sie an der A 12 bei Angath in der Nähe eines Wohngebietes einen Parkplatz für 103 Lkw. Auf der gegenüberliegenden Seite sollen durch die OMV weitere Stellplätze für 107 Lkw, 200 Pkw und 20 Busse entstehen. Die Pläne sind schon seit Jahren bekannt, jetzt hat die Asfinag aber ihr Projekt bei der Bezirkshauptmannschaft eingereicht. Die Gemeindeführung und die Bürgerinitiative in Angath sind entsetzt und wollen für ihr Anliegen sogar auf die Straße gehen.
„Ich habe selten zuvor erlebt, wie man derart über die Anliegen der betroffenen Bürger und Gemeinden drüberfahren kann. Dass man seitens der Asfinag das Projekt einreicht, ohne die Standortgemeinde zu informieren, spricht Bände. Ich lehne nicht nur das Projekt Angath-Süd selbst, sondern auch die Vorgehensweise der Asfinag strikt ab“, ist der VP-Verkehrssprecher, Landtagsabgeordnete und Nachbarbürgermeister Alois Margreiter verärgert. Langsam mache es den Anschein, als würde Verkehrsministerin Doris Bures den Bezirk Kufstein bewusst mit Füßen treten. Margreiter: „Zuerst ihre unnachgiebige Haltung im Vignettenstreit und jetzt der nächste schwere Schlag.“ Er wird jedenfalls in der nächsten Landtagssitzung einen Antrag gegen den Parkplatz einbringen.
Eine parlamentarische Anfrage an Bures will Nationalrätin Carmen Gartelgruber (FPÖ) in Bezug auf das Vorgehen der Asfinag stellen: „Die Asfinag will schon wieder über die Bürger drüberfahren. Bures soll sich vielmehr um die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene kümmern, anstatt durch die Asfinag Lkw-Parkplätze zu bauen.“