Im Streit um Banken-KV wird die Gangart verschärft
Innsbruck – Vor der dritten Verhandlungsrunde über einen neuen Kollektivvertrag in der Bank- und Finanzbrache verschärft die Gewerkschaft de...
Innsbruck –Vor der dritten Verhandlungsrunde über einen neuen Kollektivvertrag in der Bank- und Finanzbrache verschärft die Gewerkschaft den Ton. „Die Arbeitgeberseite hat ein gestaffeltes Gehaltsplus weit unter der Inflationsrate geboten“, sagt Helga Fichtinger, Verhandlungsführerin von Seiten der Gewerkschaft der Privatangestellten-Druck-Journalismus-Papier (GPA-djp), „das ist nicht akzeptabel“. Die Belegschaftsvertretung fordert bei zwei Prozent Teuerung ein Plus von 2,9 Prozent. Bevor die Verhandlungspartner am kommenden Donnerstag wieder in den Ring steigen, finden in den Geldinstituten Betriebsversammlungen statt. Seit der Finanzkrise 2009 haben sich die KV-Runden für österreichweit 80.000 Bankangestellte, davon 6000 in Tirol, als sehr zäh erwiesen. „Es geht nicht um Managergehälter oder Banker-Boni, sondern um die einfachen Mitarbeiter“, sagt Fichtinger. „Weil die Banken den Personalstand im Vorjahr um 2,2 Prozent reduziert haben, sind für die Beschäftigten das Arbeitsvolumen und der Druck gestiegen“, erklärt Fichtinger. In der Branche sei der Frauenanteil mit 54 Prozent besonders hoch, 18 Prozent arbeiten Teilzeit. (bea)