Landespolitik

„Das Dorf wird durch den Ausbau noch mehr geteilt“

Scheffaus Bürgermeister Rupert Soder kann dem geplanten Ausbau der B178 wenig abgewinnen. Die TT lädt deshalb zur Diskussion.

Von Michael Mader

Scheffau –Die kleine Gemeinde am Wilden Kaiser ist die letzte im Bezirk Kufstein, in der mit dem Ausbau der Loferer Bundesstraße (B178) begonnen werden soll. Als jedoch die Pläne der Landesstraßenverwaltung präsentiert wurden, ernteten diese in Scheffau zumeist ein Kopfschütteln.

Laut Bürgermeister Rupert Soder soll der Verlauf der B178 gleich bleiben, allerdings sind links und rechts Umfahrungsstraßen für den örtlichen Verkehr geplant. Eine Rampe über die Bundesstraße soll die getrennten Ortseile verbinden. Nicht nur der Bürgermeister, sondern auch die Gemeindevorstände befürchten, dass der Ort dadurch noch mehr geteilt wird. „Das Dorf wird durch den Ausbau noch mehr geteilt. Wir wollen aber zusammenwachsen. Deshalb haben wir auch zwei Fachleute beauftragt, uns die Vor- und Nachteile des geplanten Projekts aufzuzeigen, und auch die bestätigen die noch stärkere trennende Wirkung“, erklärt Soder. Das seien Planungen aus dem vorigen Jahrhundert. Der Vorschlag der Scheffauer sieht deshalb eine Absenkung der Straße wie beispielsweise in St. Johann vor. Der örtliche Verkehr würde dann wie in der Nachbargemeinde Ellmau auf dem „Deckel“ abgewickelt werden.

Der Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße, Christian Molzer, hat derzeit acht verschiedene Varianten in der Schublade. Für das von den Scheffauern geforderte Projekt habe er aber noch keine Lösung.

Eine Annäherung der beiden Standpunkte könnte es zumindest beim TT-Forum am Mittwoch, 19. März, um 19.30 Uhr in der Aula der Volksschule Scheffau am Wilden Kaiser geben. Auf dem Podium der Diskussionsveranstaltung sitzen Bürgermeister Rupert Soder und Christian Molzer vom Amt der Tiroler Landesregierung.

Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Manfred Mitterwachauer, Lokalchef der Tiroler Tageszeitung. Dabei haben Molzer und Soder nicht nur die Gelegenheit, ihre Meinung kundzutun, sondern sie stehen vor allem dem Publikum für Fragen zur Verfügung.

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