Situation bleibt weiter angespannt
Der Arbeitsmarkt im Bezirk Kitzbühel verzeichnet einen Anstieg bei den Beschäftigungslosen.
Von Harald Angerer
Kitzbühel –Die Gänge im Arbeitsmarktservice (AMS) Kitzbühel waren auch im Februar gut frequentiert. Auch wenn die Baubranche wegen der warmen, schneearmen Witterung schon sehr früh in die Saison gestartet ist, bleibt die Situation am Arbeitsmarkt angespannt. „Nach einem guten Wintersaisonstart hatten wir heuer doch ein sehr starkes Jännerloch, das haben auch wir am Arbeitsmarkt zu spüren bekommen. Das schöne Wetter im Februar brachte aber eine leichte Verbesserung“, sagt Manfred Dag, Leiter des Arbeitsmarktservices Kitzbühel.
Zwar waren im Februar mehr Personen arbeitslos gemeldet als im Februar des Vormonats, aber der Anstieg war doch deutlich geringer als in den Vormonaten. Ende Februar waren 1493 Personen aus dem Bezirk Kitzbühel arbeitslos gemeldet. Das waren um 62 bzw. um 4,3 % mehr als im Vorjahr. Betroffen vom Anstieg bei der Arbeitslosigkeit waren die Frauen. So waren im Februar 1140 Männer, das sind um sieben Personen weniger als im Vorjahr, und 353 Frauen, das entspricht 69 Personen mehr als im Vorjahr, ohne Beschäftigung beim AMS vorgemerkt. „Auch wenn im Februar die Kurve etwas abgeflacht ist, die Situation bleibt weiter angespannt“, sagt Dag. Trotz höherer Arbeitslosenzahlen steigt auch die Zahl der Beschäftigten im Bezirk Kitzbühel. Im Jänner betrug der Anstieg der unselbstständig Beschäftigten 2,3 Prozent.
Besonders schwer trifft es auch weiterhin die älteren Arbeitssuchenden. Es ist wieder die Altersgruppe der über 50-Jährigen, in der die Arbeitslosigkeit am stärksten gestiegen ist, mit + 69 bzw. + 19,8 %. „Wir merken einfach, dass es immer schwieriger wird, früher in Pension zu gehen. Und dazu kommt, dass die Jobsuche ab einem gewissen Alter deutlich schwieriger wird. Hier muss die Wirtschaft umdenken“, sagt Dag.
Bei den jungen Erwachsenen bis 24 Jahre ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Kitzbühel mit einem Minus von 4,2 % leicht rückläufig. Stabil hingegen ist das Angebot an freien Stellen. Ende Februar waren 310 Stellenangebote mit sofortigem Arbeitsbeginn (– 21 bzw. – 6 %) und 262 mit einem späteren Arbeitsbeginn (+ 32 bzw. + 13,9 %) gemeldet.