Wirtschaftspolitik

Widerstand gegen Sonnenstrom-Steuer

Wien – Für Wirbel sorgt weiterhin ein Erlass des Finanzministeriums über die Besteuerung der Erzeugung von Solarstrom. Die Photovoltaik-Bran...

Wien –Für Wirbel sorgt weiterhin ein Erlass des Finanzministeriums über die Besteuerung der Erzeugung von Solarstrom. Die Photovoltaik-Branche fordert Änderungen. Für Eigenheimbesitzer, die für den Eigenverbrauch Sonnenstrom produzieren und die unter der Freigrenze von 5000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr bleiben, ändert sich laut Finanzministerium nichts. Die neuen Regelungen betreffen, wie berichtet, die Umsatzsteuer. Personen, die mit ab März 2014 gekauften Photovoltaikanlagen mehr Strom an Netzbetreiber verkaufen, als sie zum Eigenverbrauch verwenden, werden nun umsatzsteuerlich als Unternehmer betrachtet. Das bedeutet, dass eine Umsatzsteuer abzuführen ist, sofern die Kleinunternehmer-Umsatzgrenze von 30.000 Euro pro Jahr überschritten wird.

„Hände weg von der Sonne“, kritisierte nun der Verein Photovoltaic Austria und startete eine Sonnenstrompetition. Ihm stößt sauer auf, dass laut dem Erlass der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Sonnenstrom mit einer Abgabe von 1,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) belegt werden soll, sobald die Nutzung eine Leistung von 5000 kWh überschreitet. „Grundsätzlich widerspricht die Abgabe dem Bestreben, den Eigenverbrauch von sauberem Sonnenstrom zu fördern.“ Einerseits stütze der Staat mit einem kleinen Betrag Photovoltaik-Anlagen, andererseits „kratzt der Fiskus den letzten Cent aus den Anlagenbetreibern heraus“, so die Kritik. (TT)