Wien

Sturm: 55-jährige Joggerin in Wien-Donaustadt von Ast erschlagen

(Symbolfoto)
© dpa/Michael Reichel

Windspitzen bis zu 100 km/h: Ein Sturm bereitet im Osten Österreichs Probleme. Eine Joggerin ist am Sonntag ums Leben gekommen.

Wien – Der Sturm über weiten Teilen Österreichs hat am Sonntagnachmittag in Wien-Donaustadt ein Menschenleben gefordert. Eine 55 Jahre alte Frau wurde beim Joggen von einem herabfallenden Ast erschlagen, wie die Wiener Berufsrettung der APA mitteilte. Das Unglück ereignete sich kurz vor 14.30 Uhr an der Kreuzung Lobaugasse/Mühlwasserpromenade. Die Frau starb noch an Ort und Stelle.

Bergrettung holte 27-Jährigen von der Rax

Einen sturmbedingten Einsatz hat die Bergrettung von Reichenau am Sonntag absolviert: Ein 27-jähriger Wiener hatte einen Notruf abgesetzt, da er aufgrund orkanartiger Böen, die über die Hochfläche der Rax fegten, nicht absteigen konnte. Er war am Freitag über den Törlweg aufgestiegen und hatte im Notraum der Trinksteinhütte ein Biwak bezogen, wo er seitdem festsaß.

Vom Wetterumschwung am Samstag überrascht wollte der Mann auf besseres Wetter warten, die Bedingungen verschlechterten sich jedoch am Sonntag zusehends. Nach dem um 11.15 Uhr eingegangenen Alarm brachen vier Bergretter zur Hütte auf. Der Wind war so heftig, dass die Mannschaft die letzten Meter bis zur Hütte kriechend zurücklegen musste, berichtete die Bergrettung in einer Aussendung.

Nach kurzer Erstversorgung wurde der Abstieg in Angriff genommen, da der Sturm noch stärker wurde. Gegen 15.00 Uhr erreichten die Helfer mit dem Wiener das Waxriegelhaus, von wo es nach einer Rast weiterging. Nach fünf Stunden war der Einsatz, an dem insgesamt sechs Bergretter beteiligt waren, erfolgreich beendet.

Steiermark: Feuerwehr im Großeinsatz

Heftiger Wind mit Orkanböen hat am Sonntag vor allem in der Ost- und Obersteiermark einen Großeinsatz der Feuerwehren ausgelöst. Es mussten mehrere umgestürzte Bäume, die Straßen oder Stromleitungen blockierten, entfernt werden. 57 Feuerwehren mit 400 Mann wurden zu rund 70 Einsätzen gerufen, teilte der Landesfeuerwehrverband mit.

Auch im Nordburgenland ist es seit Samstagnacht zu mehreren, meist kleineren Sturmschäden gekommen. Die Feuerwehren in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt und Mattersburg mussten bis zum Sonntagvormittag zu rund zehn Einsätzen ausrücken. Laut Landesfeuerwehrkommando sind vor allem Dachstühle durch Windböen beschädigt worden.

Von der Autobahn A3 musste ein umgestürzter Baum entfernt werden. Ein Storchennest wurde umgesiedelt, um nicht vom Wind verweht zu werden. Insgesamt seien die Sturmschäden im Nordburgenland derzeit noch „überschaubar“, so ein Sprecher der Feuerwehr. (APA)