Rupprechter streichelte Kühe, Bures sprengte Tunnel-Loch

SPÖ-Ministerin Doris Bures und ÖVP-Minister Andrä Rupprechter waren heute in Sachen „Charmeoffensive der Bundesregierung“ in Tirol unterwegs. Die Bundesländertour führte die Politiker vom Brenner-Basistunnel bis zu einem Bauernhof.

Innsbruck, Steinach am Brenner, Ranggen - Tiroler „Vorzeigebetriebe“ standen für Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) am Montag am Programm ihrer Bundesländertour. Nach einer Besichtigung einer Brenner-Basistunnel-Baustelle inklusive Sprengung durften die Regierungsmitglieder die Kühe am Wölflhof in Ranggen streicheln und schließlich eine Recyclinganlage in Augenschein nehmen.

Mit einem Hybridbus führte die Tour in gemächlicher Geschwindigkeit von Tirols Landeshauptstadt aus zu einer der vielen Baustellen des Brenner-Basistunnels. Nachdem sich die Minister und alle Mitreisenden mit gelben Gummistiefeln, Warnjacken und einem Helm bekleidet hatten, begann die Besichtigung einer der riesigen Tunnelröhren. Die Minister ließen sich über die Bauarbeiten informieren und Bures durfte schließlich auch eine Sprengladung zünden.

„Verkehr und Umwelt kein Widerspruch sind“

Die Verkehrsministerin bezeichnete das Mega-Bahnprojekt als „eines unserer größten Umweltprojekte“ und bekräftigte, dass „Verkehr und Umwelt kein Widerspruch sind“. Siehe auch TT-Exklusivinterview mit Bures - „Tirol hat noch kein Paket fürs Sektorale vorgelegt“: http://go.tt.com/1hx9yaS

Der Umweltminister betonte hingegen die Wichtigkeit des Projekts für die lokale Beschäftigungsstruktur und machte auch gleich Stimmung für die bevorstehende EU-Wahl. „Der Tunnel wurde erst durch die EU möglich. Ohne den Beitritt hätte das Projekt nicht so schnell umgesetzt werden können“, erklärte Rupprechter.

Die zweite Station der Bundesländertour führte die beiden Minister auf den „Wölflhof“ der Familie Gratl in Ranggen. Der Landwirtschaftsminister fühlte sich auf dem Bauernhof sichtlich wohl und ging auch gleich mit den Kühen - darunter Vera, die Bundeseutersiegerin - auf Tuchfühlung. Wie schon im BBT war der Minister auch am Bauernhof vor allem von den Maschinen angetan. Der Hofeigentümer packte die Gelegenheit am Schopf und richtete einen Appell an den Minister, bei der Almflächenproblematik „eine Lösung im Sinne der Bauern zu finden“.

Abendessen mit Absamer Einsatzkräften

Nach einer letzten Station beim Recyclingunternehmen Höpperger ging es für Bures am Nachmittag mit dem Flugzeug wieder zurück nach Wien. Für Rupprechter steht am Abend noch ein gemeinsames Essen in Absam am Programm, mit den Einsatzkräften, die beim Waldbrand vor rund zwei Wochen im Einsatz waren. „Die Einsatzkräfte haben sich ein Dankeschön vonseiten der öffentlichen Hand verdient“, meinte der Minister. (APA, TT.com)


Kommentieren


Schlagworte