Bankdirektor in Liechtenstein erschossen: Fahndung nach Täter

Auch in Vorarlberg und der Schweiz wird nach dem Verdächtigen, der seit der Bluttat am Montagmorgen auf der Flucht ist, gesucht.

Vaduz – Nach dem Mord eines Bankdirektors in Liechtenstein fehlt vom mutmaßlichen Täter weiter jede Spur. Die Liechtensteiner Polizei ermittelt in „unterschiedlichste Richtungen“, wie sie am Dienstag mitteilte. Bei der Suche werden die Liechtensteiner Polizisten von Kollegen aus der Schweiz sowie Österreich unterstützt.

Die Vorarlberger Polizei hat die Liechtensteiner Kollegen im grenznahen Bereich bei der Suche nach dem flüchtigen Täter geholfen, bestätigte die Sprecherin der Vorarlberger Exekutive Susanne Dilp der APA. „Eine Alarmfahndung ist aber nie ausgegeben worden“, so Dilp. Im Vierländereck sei es Usus, die Kollegen aus den benachbarten Staaten bei Raubüberfällen oder Mord bei der Fahndung zu unterstützen.

Drei Schüsse abgefeuert

Die Bluttat ereignete sich am Montag gegen 7.30 Uhr im liechtensteinischen Balzers in der Tiefgarage des Geldinstituts Frick. Ex-Fondsmanager und Erfinder Jürgen Hermann aus Mauren, hatte den Vorsitzenden der Geschäftsleitung des Geldhauses, Jürgen Frick, mit drei Schüssen aus einer Faustfeuerwaffe getötet. Opfer und Täter standen früher in einer geschäftlichen Beziehung zueinander. Danach trat Hermann die Flucht an.

In der Nacht auf Dienstag sei weiterhin nach dem Mann gefahndet worden. Ein Helikopter suchte das Gebiet Ruggell mit einer Wärmebildkamera ab, die Suche verlief allerdings ergebnislos. Zudem wurden am Dienstag erneut Suchhunde am Rheinufer in Ruggell zum Einsatz kommen. Auch Taucher werden eingesetzt.

Da am Rheinufer persönlichen Sachen des Flüchtigen sowie ein Abschiedsbrief gefunden worden sind, geht die Polizei davon aus, dass sich der mutmaßliche Täter das Leben genommen hat. (APA/sda/Reuters)


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