Andreas Ehrenstrasser zum neuen Bürgermeister gewählt

Nach dem Rücktritt von Georg Karrer fand in Langkampfen am Dienstag die Neuwahl statt. Kommunikation ist für den Neuen alles.

Von Brigitte Eberharter

und Michael Mader

Langkampfen –Zwei Jahre vor der eigentlichen Gemeinderatswahl durfte der Gemeinderat den Bürgermeister wählen. Von der Liste SPÖ-Parteifreie kandidierte der Lehrer Nikolaus Mairhofer, von der Bürgermeisterliste Georg Karrer (ÖVP) trat der Betriebsprüfer im Finanzamt, Andreas Ehrenstrasser, an. Das ÖVP-nahe „Starke Team“ verzichtete auf eine Kandidatur. Das Wahlergebnis lautete letztlich 10:5 für Ehrenstrasser. Der neue Bürgermeister will aber verstärkt die Zusammenarbeit mit der Liste SPÖ-Parteifreie suchen.

Neu als Gemeinderat angelobt wurde auch Josef Greiderer (Starkes Team) anstelle von Erwin Bernhard, der nach dem Rücktritt von Martin Hirner in den Gemeindevorstand aufrückt. Ebenso Martin Radinger für den zurückgetretenen Franz Hager und Manuela Gruber, die den Gemeinderatssessel von Ehrenstrasser besetzt, beide von der Bürgermeisterliste Georg Karrer.

„Ich bin mir meiner Aufgabe bewusst und werde schauen, dass ich dem gerecht werde“, erklärte der neu gewählte Bürgermeister, der seine Arbeitszeit beim Finanzamt ab sofort um 50 Prozent reduziert hat. Für eine Gemeinde wie Langkampfen mit den vielen Gewerbeverhandlungen, zwei Schulen, einem Altenwohnheim usw. sei das auch notwendig. Aber er sei es gewohnt, bis zu 16 Stunden am Tag zu arbeiten.

Er meinte auch, dass sich Langkampfen während der Amtszeit von Karrer zu einer Vorzeigegemeinde entwickelt habe, was eine zielorientierte Budgetpolitik ermögliche und auch Gestaltungsmöglichkeiten biete. „Wir brauchen Langkampfen nicht neu zu erfinden. Wir haben einen Verschuldungsgrad von elf Prozent und nehmen im Jahr 2,5 Millionen Euro an Kommunalsteuer ein“, sagte Ehrenstrasser. Für den verheirateten Vater von zwei Söhnen steht die Kommunikation im Vordergrund. „Dinge, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, sollen sachlich diskutiert werden“, spricht er unter anderem die emotional geführte Agrardebatte in der Gemeinde an. Der Landtag werde die Vorgaben dazu liefern.

Der neue Gemeinderat Josef Greiderer animierte in der Sitzung die Gemeinderäte dazu, sich bezüglich der geplanten Lkw-Abstellplätze mit der Gemeinde Angath solidarisch zu erklären. „Denn das wird sonst auch ein Langkampfener Problem“, erklärte er. Wie das aussehen könnte, darüber ist man sich noch nicht einig, es soll aber ein Gespräch mit dem Angather Bürgermeister geführt werden.

Eine Überraschung gab es dann noch nach der Sitzung: Die Bundesmusikkapelle Unterlangkampfen marschierte auf, um ihrem Obmann, dem neuen Bürgermeister von Langkampfen, zu gratulieren und ein Ständchen zu spielen.


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