Vatikan setzt Wüstenbussard zum Schutz von Friedenstauben ein

Wüstenbussard „Sylvia“ mit einer Spannweite von bis zu 120 Zentimetern solle potenzielle Taubenjäger künftig abschrecken.

Vatikanstadt - Zum Schutz der päpstlichen Tauben hat der Vatikan einen Wüstenbussard in Dienst genommen. Der furchtlose Greifvogel solle Krähen und Möwen in die Flucht treiben, die sich mehrfach an den weißen Tauben am Petersdom vergriffen hätten, schreibt die katholische Wochenzeitung „Credere“ in ihrer am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

„Sylvia“ habe für den Schutz der Papst-Tauben ein Spezialtraining in Norditalien absolviert und stehe nun im Dienst der Schweizer Garde. Weiße Tauben spielen im Vatikan eine besondere Rolle. Mehrfach im Jahr werden sie als Symbole für den Frieden fliegen gelassen. Als am 26. Jänner zwei Friedenstauben von Kindern an einem Fenster über dem Petersplatz freigelassen wurden, wurden sie sofort von einer Krähe und einer Möwe angegriffen und getötet - zum Entsetzen vieler Gläubiger auf dem Platz. Wüstenbussard „Sylvia“ mit einer Spannweite von bis zu 120 Zentimetern solle potenzielle Taubenjäger künftig abschrecken, schreibt „Credere“.

Der Einsatz von Greifvögeln zur Abwehr unerwünschter anderer Vögel ist nicht neu: An Flughäfen und Fußballstadien machen sie Jagd auf ordinäre Tauben. Auch am Colosseum in Rom wurden sie auf lästige Tauben losgelassen. (APA/AFP)

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