105 Einbrüche in sechs Wochen: Duo in Niederösterreich überführt

Die beiden Ungarn wurden bereits Mitte November 2013 festgenommen. Zudem fasste die Polizei in Mödling einen 34-Jährigen, der sechs Wohnhauseinbrüche verübt haben soll.

Mödling – Zumindest 105 Einbrüche in drei Bundesländern gehen nach Ermittlungen niederösterreichischer Kriminalisten auf das Konto eines Duos, das bereits am 15. November vergangenen Jahres festgenommen worden ist. Bei den Beschuldigten handelt es sich um „ungarische Kriminaltouristen“, sagte Franz Polzer vom Landeskriminalamt NÖ am Donnerstag. Der angerichtete Schaden beträgt 177.000 Euro.

Ihre Taten begingen die Männer im Alter von 41 und 45 Jahren ab 4. Oktober 2013 und somit binnen sechs Wochen. Den Ermittlungen zufolge verübten sie bis zu 25 Einbrüche pro Nacht. Josef Grasel, scheidender Leiter des Ermittlungsbereichs Diebstahl beim Landeskriminalamt NÖ, bezeichnet die Beschuldigten als „die fleißigsten Einbrecher“, die er in seiner Karriere erlebt habe. Der Chefinspektor tritt mit Monatsende in den Ruhestand.

Taten in Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark

69 der vollendeten und versuchten Einbrüche wurden in Niederösterreich (Stadt St. Pölten und neun Bezirke), 27 in der Steiermark (drei Bezirke) und neun im Burgenland (zwei Bezirke) verübt. Diese 105 Taten seien „beweisbar“, hieß es bei einer Pressekonferenz im Landeskriminalamt in Mödling. Das Duo, das es in erster Linie auf Bargeld abgesehen hatte, könnte jedoch sogar für „mindestens doppelt so viele“ derartiger Straftaten verantwortlich zeichnen.

Geschnappt wurden die Verdächtigen nach einem Firmeneinbruch in Gablitz (Bezirk Wien-Umgebung). Der 45-Jährige gab lediglich seine Beteiligung an der Einbruchsserie in der Nacht auf 15. November 2013 zu. Dabei handelte es sich um 13 Taten. Der 41 Jahre alte Komplize war zu drei Einbruchsserien geständig. Nach ihren Coups waren die Männer jeweils wieder in ihr Heimatland gereist. Jetzt sind beide in Wiener Neustadt in Haft.

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34-Jähriger brach in sechs Häuser ein

75.000 Euro Schaden hat nach Ermittlungen niederösterreichischer Kriminalisten ein 34-Jähriger bei sechs Wohnhauseinbrüchen in den Bundesländern Nieder- und Oberösterreich, Salzburg sowie der Steiermark angerichtet. Der geständige Bosnier wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Auf die Spur des Mannes waren die Ermittler nach Angaben vom Donnerstag bereits am 14. Jänner gekommen. Damals wurde auf dem Rastplatz St. Pölten-Völlerndorf an der A1 (Westautobahn) ein bosnischer Pkw wahrgenommen, nach dem gefahndet worden war. Als der 34-Jährige mit dem Auto wegfahren wollte, wurde er angehalten. Die Polizei stellte Schmuck, Uhren und Münzen sicher.

Die Beute habe sich in einem Versteck in dem Wagen gefunden, sagte Franz Polzer, Chef des Landeskriminalamtes NÖ, zur APA. Derartige Einbauten in Fahrzeugen seien bisher nur für Suchtgift bekannt gewesen. Der 34-Jährige gab laut den Ermittlern zu, die Wohnhauseinbrüche in den niederösterreichischen Bezirken Amstetten und Neunkirchen, im Bezirk Wels, im Bezirk Salzburg-Land sowie im steirischen Bezirk Leibnitz verübt zu haben. (APA)


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