Frankreichs Ex-Premiere Dame mischt sich per Twitter in Politik ein

Sie hat es wieder getan: Frankreichs ehemalige Premiere Dame bemüht via Twitter die französische Diplomatie. Sie solle in einen Sorgerechtsstreit eingreifen.

Paris - Die einstige Premiere Dame Frankreichs, Valerie Trierweiler, mischt sich wieder einmal mit einer Twitter-Botschaft in die Politik ein: Zum Auftakt der Mexiko-Reise des französischen Präsidenten Francois Hollande forderte sie ihren Ex-Lebensgefährten auf, sich für eine Französin einzusetzen, deren Kinder von ihrem mexikanischen Vater entführt worden sein sollen.

„@FranceDiplo muss tätig werden“, schrieb die Journalistin Trierweiler über den Kurzbotschaftendienst Twitter zu dem Fall der Französin Maude Versini, die seit Dezember 2011 mit ihrem Ex-Mann im Streit um die gemeinsamen drei Kinder liegt. „Ich bin sehr froh über die Unterstützung von Valerie Trierweiler“, sagte Versini am Donnerstag dem Sender Europe 1, die kein Besuchsrecht für ihre Kinder in Mexiko hat.

Versini verwies darauf, dass ihr Ex-Mann Arturo Montiel der Gouverneur der Bundesstaates Mexiko war, mit Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto eng verbunden und „unendlich einflussreich“ sei. „Er wurde von (dem Magazin) Forbes als der siebentkorrupteste Mann Lateinamerikas eingestuft: Er zögert nicht, all seinen Einfluss zu nutzen, Richter zu kaufen, er hat vor nichts Angst und fühlt sich als über dem Gesetz stehend.“ Trierweiler habe sie während ihrer Zeit als Premiere Dame zweimal im Elysee-Palast empfangen.

Vor zwei Jahren in Wahlkampf eingemischt

Trierweiler hatte vor fast zwei Jahren als Premiere Dame für einen Sturm der Entrüstung gesorgt, weil sie sich per Twitter in den Parlamentswahlkampf einmischte und Hollandes Ex-Lebensgefährtin Segolene Royal als Kandidatin der Sozialisten in den Rücken fiel.

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Hollande sollte am Donnerstag den mexikanischen Präsidenten in Mexiko treffen. Er hatte sich Ende Jänner von seiner langjährigen Lebensgefährtin Trierweiler getrennt, nachdem ein Magazin eine heimliche Liebesaffäre des französischen Staatschefs mit der Schauspielerin Julie Gayet enthüllt hatte. (APA/AFP)


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