Nach Messerattacke an US-Schule: Rätselraten um Tatmotiv

Gegen den 16-jährigen Schüler wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Über die Beweggründe zur Tat gibt es keine neuen Erkenntnisse.

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Pittsburgh – Einen Tag nach der blutigen Messerattacke an einer US-Schule in Pennsylvania liegt das Motiv des Täters weiter im Dunkeln. Mittlerweile wurde gegen den 16-jährigen Schüler Haftbefehl erlassen - wegen versuchten Mordes in vier Fällen sowie schwerer Körperverletzung in 21 Fällen. Bei seiner Festnahme soll der mutmaßliche Täter gesagt haben, er wolle sterben, berichtete CNN.

„Ein ganz normaler Bursche“

Eine 16-jährige Augenzeugin des Blutbades an der Franklin Regional High School in Murrysville berichtete, der Täter habe kein einziges Wort während des Angriffs gesagt. „Er war sehr ruhig. Und er hatte diesen verrückten Blick, während er herumrannte und jeden stach, der ihm in den Weg kam“, erzählte die Schülerin dem TV-Sender CNN. Die 16-Jährige beschrieb den Täter als schüchtern und in sich gekehrt. „Ich glaube aber nicht, dass er gemobbt wurde.“

Sein Anwalt Patrick Thomassey bezeichnete den Teenager hingegen als beliebten und guten Schüler, der nun „benommen, verängstigt und bedrückt“ sowie „reuevoll und verwirrt“ sei, berichtete CNN. Er soll seinem Anwalt zufolge weder psychische noch physische Probleme gehabt haben, sondern ein „ganz normaler Bursche“ sein.

Der 16-Jährige hatte am Mittwoch kurz vor Schulbeginn 21 Mitschüler und einen Wachmann mit einem Messer in jeder Hand verletzt. Zunächst war von 20 Verletzten die Rede gewesen. Vier der Opfer befanden sich am Donnerstag noch immer in einem kritischen Zustand. Der Täter konnte schließlich von einem Wachmann und dem stellvertretenden Schulleiter überwältigt werden. (APA/dpa)

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