Ein Gipfelstürmer in der Talsohle

Auf der sehnsüchtigen Suche nach dem ersten Frühjahrs-Sieg tritt der FC Wacker Innsbruck im Duell der Remiskönige morgen (19 Uhr) in Ried an. Coach Michael Streiter will bei allen Sorgen nicht lamentieren.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Auf die Frage nach der eigenen Befindlichkeit nach nur fünf eroberten Punkten in den zehn Frühjahrs­partien antwortet Wacker-Coach Michi Streiter mit gedämpfter Stimme: „Wir müssen endlich den ersten Sieg einfahren.“ Entscheidender Nachsatz: „Jeder, der mich kennt, weiß doch, wie erfolgs­orientiert ich bin.“

Rein rechnerisch ist bei zwölf Punkten Rückstand in fünf verbleibenden Spielen der Klassenerhalt immer noch möglich, praktisch wird der schwarzgrüne Weg aber ohne jede Trainerdiskussion in die zweite Liga führen. „Das Trainerteam macht einen guten Job auf dem Platz. Es war im Frühjahr auch viel Pech dabei“, hält Sportdirektor Floria­n Klausner fest. Auf der Trainerbank werd­e mit der aktuellen Besetzung geplant, man müss­e endlich eine gewisse Kontinuitä­t reinbringen.

„Wir haben schon im Winter über Plan B gesprochen. Wenn es so weit ist, werden wir schaue­n. Es wird kein Problem sein“, möchte Streiter weiter seines Amtes walten. Kritik an der eigenen Person – Wacker hat kein Spiel gewonnen oder, sehr positiv formuliert, fünfmal nicht verloren – nimmt der Volderer zur Kenntnis: „Natürlic­h hätten wir ganz etwas anderes gewollt. Wir haben viermal geführt, waren oft knapp dran. Dann hätte vieles auch ganz anders ausschauen können. Fakt ist, dass wir im Winter auch nicht so viel verändern konnten. Man kann das Glas immer als halb voll oder halb leer betrachten.“ Streiter wählt die erste Variant­e: „Ich brauche nicht lamentieren. Man muss im Leben auch tiefe Täler durchwandern, um wieder zu sehen, wie schön es am Berg ist“, hält er fest. Es wurden in seiner Ära zwar weniger Tore (13) kassiert, aber auch nur sieben geschossen. Auch so kamen die knappen Niederlagen und Unentschieden zustande.

Im nahenden Duell in Ried spricht im Duell der Remis­könige vieles für ein X: Die Oberösterreicher führen in dieser Statistik gegenüber den Innsbruckern mit 13:12, im Frühjahr ist man in Sache­n der wenig erquickenden Punkte­teilungen gleichauf (5:5). Streiter: „Ich hoffe, dass man uns als Sieger sieht.“

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