Auf ein Wort ins Alte Kino

Landeck – „Wer von uns hätte sich das damals getraut?“, fragte Bürgermeister Wolfgang Jörg, der heute als Politik-Profi mehrmals die Woche R...

Landeck –„Wer von uns hätte sich das damals getraut?“, fragte Bürgermeister Wolfgang Jörg, der heute als Politik-Profi mehrmals die Woche Reden hält, die Gleichaltrigen im Publikum. Mit 17 vor ein volles Auditorium zu treten, zum Teil über sehr sensible Themen zu sprechen und sich dann noch bewerten zu lassen – dazu braucht es eine Portion Mut. Trotzdem sprengte die Teilnehmerzahl beim Bezirksredewettbewerb beinahe den Rahmen. Was die Jugendlichen aus dem Bezirk Land­eck zu sagen hatten, machte traurig, betroffen, zauberte so manchem ein Lächeln auf die Lippen oder Tränen des Lachens in die Augenwinkel.

Zum Beispiel die Rede von Hobbyfußballspieler Lukas Greiter, der an die Sitte der alten Mayas erinnerte, ihre Sieger nach dem Ballspiel zu köpfen. Vermutlich wähle der FC Wacker Innsbruck deshalb und nur sicherheitshalber den Abstieg, meinte der Schüler von der Polytechnischen Schule Prutz. Oder die Ansprache von Andrea Sprenger, die über Privates im Zeitalter von Handy und Facebook sprach. Mit dem „Heiligtum in der Hose eines Mannes“ war da sein Mobiltelefon und nichts anderes gemeint. Das Urteil der Jury fiel schließlich bedeutend knapp aus. Ein Top-Ergebnis erreichte Greiter mit der höchsten Punktezahl in der Kategorie „Klassische Reden“. Für die Berufsschule Landeck fährt Tim Klostermann zum Landesredewettbewerb, bei den höheren Schulen gewann Carina Geiger (HLW) vor Johanna Ladner (Katharina Lins Schulen)und Andrea Sprenger (HLW), in der Kategorie „Neues Sprachrohr“ siegten Julia Hahn, Sebastian Krieger und Judith Venier (TBFS Landeck), bei den Spontanreden Robyn Dudic. (mr)


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