Kriminalität im Bezirk sank 2013
Die Polizeistatistik weist weniger Betrugsdelikte und Einbruchsdiebstähle in Autos auf. Wohnungseinbrüche nahmen zu.
Von Angela Dähling
Schwaz –Es sind erfreuliche Zahlen, die im Bezirkspolizeikommando Schwaz diese Woche präsentiert wurden. Denn die Kriminalitätsrate sinkt, glaubt man der Statistik, die Bezirkspolizeikommandant Karl Kraus, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Romed Giner, Chefinspektor Paul Hochmuth vorlegte. Bezirkshauptmann Karl Mark betonte, wie wichtig das Sicherheitsgefühl, das damit verstärkt werde, für die Bevölkerung sei.
4380 Delikte wurden 2013 angezeigt, das sind um fast zwölf Prozent bzw. 590 weniger als im Jahr davor. Die Aufklärungsrate lag bei 45,1 Prozent. Mit ein Grund für den Rückgang der Delikte ist laut Giner der Umstand, dass die angezeigten Betrugsfälle im Internet abgenommen hätten. 2012 sorgten nicht zuletzt der Polizei-Trojaner und diverse Darlehensbetrugsfälle dafür, dass ein Rekordstand von 4970 angezeigten Delikten erreicht worden war.
Stark rückläufig waren im Vorjahr die Einbruchsdiebstähle in Kraftfahrzeuge. „Offenbar haben die Menschen im Bezirk dazugelernt. Sie lassen Wertgegenstände wie Handys oder Laptops seltener sichtbar im Auto liegen“, erklärt Bezirkskommandant Karl Kraus. Dafür stieg die Zahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen, Einfamilienhäusern und Werkstätten von 44 auf 67 Fälle an. „Mit ein Grund, warum wir immer wieder vor Dämmerungseinbrüchen warnen und Informationen zur Prävention publik machen“, sagen die Polizisten. Die Zahl der Anzeigen wegen vorsätzlichen Körperverletzungen sank um 5,9 Prozent auf 289 Fälle, 34 davon waren schwere Verletzungen.
Das Bezirkspolizeikommando will heuer unter dem Motto „Straftaten dürfen sich nicht lohnen“ einen Schwerpunkt setzen und sich dem Aufspüren und Sicherstellen von Vermögenswerten, die Täter durch Straftaten erlangten, widmen.