Panzer, U-Boote, Geschütze - Umstrittene deutsche Rüstungsexporte
Berlin (APA/dpa) - Beim Export von Waffen steht Deutschland weltweit nach den USA und Russland an dritter Stelle. 2012 genehmigte die deutsc...
Berlin (APA/dpa) - Beim Export von Waffen steht Deutschland weltweit nach den USA und Russland an dritter Stelle. 2012 genehmigte die deutsche Bundesregierung deutsche Rüstungsexporte im Wert von 4,7 Milliarden Euro. Über geplante Exporte in Staaten außerhalb von NATO und EU wird aber immer wieder kontrovers diskutiert. Hier einige Beispiele.
- Über den Verkauf von Kampfpanzern nach SAUDI-ARABIEN wird seit drei Jahren spekuliert. Medienberichten zufolge will der autoritär regierte Wüstenstaat 200 bis 300 „Leopard 2“-Panzer in der modernsten Ausführung erwerben. Eine offizielle Anfrage bei der deutschen Regierung soll es aber noch nicht geben. Kritiker befürchten, die Panzer könnten gegen Demonstranten eingesetzt werden.
- Ein Panzerdeal mit dem Golfstaat KATAR ist dagegen schon unter Dach und Fach. Die Münchner Rüstungsschmiede Krauss-Maffei Wegmann (KMW) schloss im April 2013 ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit dem Emirat ab. Geplant ist die Lieferung von 62 „Leopard 2“-Panzern und 24 Panzerhaubitzen 2000, die zu den schwersten und modernsten Artilleriegeschützen der Welt zählen. Auch in Katar gilt die Menschenrechtslage als problematisch, wenn auch nicht in dem Maß wie in Saudi-Arabien.
- Israel hat sechs U-Boote von der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel gekauft. Das Geschäft ist umstritten, weil gemutmaßt wird, Israel könnte die Boote nachträglich mit Atomwaffen bestücken.
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