Zürcher Börse schließt leichter - SPI verliert 0,29 Prozent
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach mehrfachem Auf und Ab mit Verlusten geschlossen. Wie das Damoklesschwe...
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach mehrfachem Auf und Ab mit Verlusten geschlossen. Wie das Damoklesschwert hing die Entwicklung in der Ukraine über den Aktienmärkten und sorgte bis zum Schluss für deutliche Abgaben an den Aktienmärkten.
Nach jüngsten Meldungen, wonach ukrainische Regierungstruppen gegen die Separatisten im Osten des Landes vorgehen und es Tote gegeben habe, wurden kamen am Markt Befürchtungen über einen Bürgerkrieg auf. Daneben leisteten schwache Konjunkturdaten aus den USA den Kursverlusten Vorschub. Zwar zogen die Verbraucherpreise in den USA im März etwas fester an als von Ökonomen erwartet. Für Enttäuschung sorgte jedoch der Empire State Index, der im April auf den tiefsten Stand seit November 2013 fiel. Auch der weiterhin nicht vom Fleck kommende Häusermarkt drückte auf die Stimmung.
Am Schluss büßte der Swiss Market Index (SMI) 0,39 Prozent auf 8.280,53 Punkte ein. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank um 0,50 Prozent auf 1.265,43 Punkte, und der breite Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,29 Prozent auf 8.101,86 Punkte nach.
Mit Roche (-0,4 Prozent) legte eines der wichtigsten Unternehmen an der Schweizer Börse seine Zahlen für das erste Quartal auf den Tisch. Dabei verzeichnete der Pharmakonzern einen leichten Umsatzrückgang. Das Unternehmen führte Währungseffekte als Begründung an. Analysten sprachen trotzdem von einer ansprechenden Entwicklung. Die veröffentlichten Erlöse lägen höher als erwartet, auch wegen eines überraschend guter Verkäufe des in Kritik geratenen Grippemedikaments Tamiflu. Die anfänglichen Kursgewinne schmolzen aber Handelsschluss gänzlich dahin.
Gestützt wurde der Markt über weite Strecken durch die Gewinne bei den beiden anderen SMI-Schwergewichten Novartis (-0,3 Prozent) und Nestle (-0,2 Prozent). Zum Schluss lagen aber auch diese Titel im Minus. Der Nahrungsmittelkonzern Nestle hatte ebenfalls seine Zahlen ersten drei Monate vorgelegt und war dabei aus eigener Kraft stärker gewachsen als erwartet. Zudem bestätigte das Management seine Prognose.
Nach einem Höhenflug zum Handelsstart schrumpften auch die Kursgewinne bei Sika (+0,2 Prozent) bis zum Schluss deutlich. Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller erzielte im ersten Quartal deutlich mehr Umsatz und übertraf die Markterwartungen leicht. Die ZKB erhöhte in der Folge das Rating für die Aktien von „Untergewichten“ auf „Marktgewichten“. Deutliche Kursgewinne verzeichneten am Dienstag lediglich Transocean (+2,6 Prozent) und Schindler PS (+1,2 Prozent).
Angesichts der eskalierenden Lage in der Ukraine drehten die meisten Titel ins Minus, allen voran zyklische Titel. Größere Abgaben gab es bei Clariant (-2,4 Prozent), Lonza (-2,0 Prozent) und Dufry (-1,5 Prozent). Auch viele Finanztitel wie Baloise (-1,5 Prozent), Swiss Life (-1,4 Prozent), Julius Bär (-1,3 Prozent) und UBS (-0,8 Prozent) mussten Verluste hinnehmen.
Die größten Abgaben verzeichneten die Aktien der Swiss Re, die 10,0 Prozent verloren. Die Papiere des Rückversicherers wurden allerdings mit einem Dividendenabschlag von 8,00 Franken gehandelt.
~ ISIN CH0009980894 ~ APA523 2014-04-15/18:17
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