Börse London schließt etwas schwächer - Rio Tinto unter Druck
London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Dienstag schwächer geschlossen. Marktteilnehmer verwiesen auf ein verhaltenes internationales...
London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Dienstag schwächer geschlossen. Marktteilnehmer verwiesen auf ein verhaltenes internationales Umfeld mit den verstärkten Spannungen in der Ostukraine im Fokus. Die drohende Eskalation der politischen Lage in der Ostukraine drückte merklich auf die Stimmung, hieß es aus dem Handel.
Der FT-SE-100 Index schloss bei 6.541,61 Punkten und einem Abschlag von 42,15 Einheiten oder 0,64 Prozent. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 26 Gewinner und 74 Verlierer gegenüber. Ein Wert ging unverändert aus dem Handelstag.
Unter den Einzelwerten sackten Rio Tinto 3,10 Prozent ab. In den ersten drei Monaten des Jahres steigerte der weltweit zweitgrößte Minenbetreiber die Produktion des wichtigen Rohstoffs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8 Prozent auf einen Rekordwert von 52,3 Millionen Tonnen. Analysten hatten allerdings noch etwas mehr erwartet. Schlechtes Wetter behinderte teilweise Abbau und Transport.
Diageo schlossen mit minus 0,37 Prozent bei 1.910,0 Pence. Der weltgrößte Spirituosenhersteller will beim indischen Anbieter United Spirits aufstocken. Die Briten bieten umgerechnet 1,9 Milliarden US-Dollar, um ihren Anteil von derzeit 29 auf 55 Prozent zu erhöhen, wie der Hersteller von Guinness Bier und Smirnoff Wodka mitteilte. Diageo expandiert in Schwellenländern, um sich weniger abhängig von den westlichen Stammmärkten zu machen. Das Analysehaus S&P Capital IQ hat Diageo nach der angekündigten Anteilsaufstockung bei United Spirits von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel von 2.020 auf 2.000 Pence gesenkt. Der Preis für den 26-prozentigen Anteil sei nicht günstig, lautete die Begründung für die Abstufung.
Die BP-Aktie gab leicht um 0,22 Prozent nach. Der britische Ölkonzern sieht sein Russland-Geschäft ungeachtet westlicher Sanktionen gegen die Führung in Moskau nicht gefährdet. „Wir stehen mit unseren Investitionen bei Rosneft wie ein Fels in der Brandung“, sagte BP-Chef Bob Dudley in Moskau.
Ins Blickfeld der Anleger rückten in London auch Inflationszahlen, lieferten aber wenige Impulse. Obwohl der Konjunkturmotor zuletzt kräftig lief, ist die Inflation in Großbritannien weiter gesunken. Im März fiel die Teuerungsrate von 1,7 Prozent im Vormonat auf 1,6 Prozent Das ist die geringste Jahresrate seit Oktober 2009. Ökonomen hatten mit dem Rückgang gerechnet. Der Zielwert der Bank of England von zwei Prozent wird damit klar unterschritten.
~ ISIN GB0001383545 ~ APA532 2014-04-15/18:29
Kommentare