Netanyahu gibt Autonomiebehörde Schuld an tödlichem Anschlag

Jerusalem/Ramallah (APA/dpa) - Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat der Autonomiebehörde des palästinensischen Präsidenten Mahmoud ...

Jerusalem/Ramallah (APA/dpa) - Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat der Autonomiebehörde des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas eine Mitschuld am tödlichen Anschlag auf einen israelischen Autofahrer gegeben. „Dieser verwerfliche Mord an einem Mann, der mit seiner Familie zu einem Essen aus Anlass des Freiheitsfestes (Pessach) unterwegs war, ist Folge der Aufwiegelung“, hieß es am Dienstagabend.

In einer Mitteilung seines Büros machte Netanyahu die palästinensische Autonomiebehörde dafür verantwortlich. Netanyahu hat den Behörden von Abbas schon wiederholt vorgeworfen, sie würden in den Medien und in Schulbüchern den Hass auf Israel schüren und seien deshalb keine Friedenspartner. Die Friedensgespräche laufen Ende des Monats aus, ohne dass ein Durchbruch in Sicht wäre.

Am Vorabend hatte ein Unbekannter kurz vor Beginn des jüdischen Pessach-Festes aus einer automatischen Waffe im palästinensischen Westjordanland westlich von Hebron auf vorbeifahrende Autos geschossen. Ein Familienvater war tödlich getroffen worden, seine Frau wurde verletzt. In einem anderen Auto wurde ein Bub verletzt. Niemand bekannte sich zu der Tat. Die israelischen Behörden gingen davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen palästinensischen Extremisten handelte. Eine Großfahndung blieb zunächst erfolglos.