Deutsche Ei-Produzenten fürchten „Billig-Eier“ aus der Ukraine
Osnabrück (APA/AFP) - Die deutschen Ei-Produzenten befürchten wegen niedrigerer Zölle eine „Schwemme von Billig-Eiern“ aus der Ukraine. Eine...
Osnabrück (APA/AFP) - Die deutschen Ei-Produzenten befürchten wegen niedrigerer Zölle eine „Schwemme von Billig-Eiern“ aus der Ukraine. Eine Importwelle könne zu weiter sinkenden Preisen führen, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutsches Ei (BDE), Günter Scheper, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch. Dadurch würden die einheimischen Produzenten weiter unter Druck geraten, warnte er.
In der Ukraine sei - anders als in Deutschland - weiterhin die konventionelle Käfighaltung von Legehennen erlaubt. Hintergrund der Sorgen des BDE sind jüngste Beschlüsse der EU zur Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft. Am Montag stimmten die EU-Außenminister unter anderem dafür, der Ukraine bereits vor der Unterzeichnung eines geplanten Freihandelsabkommens einseitige Zollerleichterungen in Millionenhöhe zu gewähren.
Ukrainische Eier kämen in Deutschland zwar nicht auf den Frühstückstisch, könnten aber in der Lebensmittelindustrie verarbeitet werden, erklärte Scheper. Er forderte eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, in denen Eier aus Nicht-EU-Ländern verwendet wurden.
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