Europas Leitbörsen im Frühhandel mit Gewinnen

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwoch im Vormittagshandel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Der Euro-Stoxx-5...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwoch im Vormittagshandel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.10 Uhr um 0,93 Prozent auf 3.120,23 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.245,46 Punkten und einem Plus von 0,78 Prozent. In London kletterte der FT-SE-100 um 0,50 Prozent auf 6.574,20 Zähler nach oben.

Der besorgte Blick der Investoren richtete sich weiterhin auf die Eskalation in der Ostukraine, sagte ein Händler. Auch die deutsche Wirtschaft beobachtet den Konflikt mit großer Sorge. BASF-Chef Kurt Bock und der Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Rainer Lindner, warnten vor schärferen Sanktionen gegen Russland.

Dass sich die europäischen Aktienmärkte dennoch in einem positiven Lichte zeigten, liege am Fokus auf verschiedene Unternehmensnachrichten und einer Erholung der zuletzt stark unter Druck geratenen Technologiewerte, erklärten Marktbeobachter.

Auch die Vorgaben aus China waren gut. Zwar hatte sich das chinesische Wirtschaftswachstum im ersten Quartal des Jahres im Vergleich zum Vorquartal von 7,7 Prozent auf 7,4 Prozent abgekühlt. Dennoch hatten Analysten mit weniger Wachstum gerechnet. Die Wachstumsrate befinde sich immer noch im Rahmen des Zielkorridors, erklärte das chinesische Statistikamt.

Im Euro-Stoxx-50 notierten die Papiere von Danone mit einem Minus von 2,01 Prozent bei 52,20 Euro klar in der Verlustzone. Konzernweit waren die Erlöse in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 5,2 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro gesunken. In Europa hingegen wächst der Getränke- und Lebensmittelriese erstmals seit drei Jahren wieder.

Nach Verlusten am Vortag konnten sich die europäischen Bankwerte wieder von ihrer gefragten Seite zeigen. Die Papiere der italienischen Unicredit stiegen um 2,12 Prozent auf 6,26 Euro. Auch Intesa Sanpaolo kletterten um 2,09 Prozent auf 2,348 Euro. BNP Paribas legten um 1,27 Prozent zu.

Die Anteilsscheine der Credit Suisse verloren 2,05 Prozent auf 27,26 Schweizer Franken. Die Schweizer Großbank hat wegen schleppender Geschäfte mit Anleihen und Aktien im Auftaktquartal einen kräftigen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Die Analysten-Schätzungen wurden somit verfehlt. Für den Rückgang war das Investmentbanking verantwortlich.

Im Frankfurter DAX notierten Daimler mit plus 1,33 Prozent auf 64,84 Euro. Die Stuttgarter haben in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autobauer und Batteriehersteller BYD ihr erstes Elektroauto entwickelt - den Denza. Seine Weltpremiere feiert der Elektrowagen am 20. April auf der Automesse in Peking. Gute Nachrichten gibt es bei Daimler auch von Seiten des neuen Betriebsratschefs Michael Brecht. Nach internen Querelen mit dem Vorstand will er das Verhältnis zur Führungsebene verbessern. „Wenn wir eine neue Beziehung entwickeln wollen, dann brauchen wir dafür Offenheit und Transparenz“, sagte Brecht.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA159 2014-04-16/10:31