Van Staa urgiert Prüfbericht zur Hypo Tirol Bank
Innsbruck – Nach dem Debakel um Wertberichtigungen in Höhe von 125 Mio. Euro im Italiengeschäft und dem notwendigen Eigenkapitaltransfer von...
Innsbruck –Nach dem Debakel um Wertberichtigungen in Höhe von 125 Mio. Euro im Italiengeschäft und dem notwendigen Eigenkapitaltransfer von 220 Mio. Euro vom Landesenergieversorger Tiwag an die Hypo Tirol hat der Landtag im Dezember 2011 eine Sonderprüfung vom Bundesrechnungshof zur Hypo Tirol Bank beschlossen. Zweieinhalb Jahre später warten die Landtagsabgeordneten noch immer auf den Rechnungshofbericht. Das hat Landtagspräsident Herwig van Staa (VP) jetzt zu einem ungewöhnlichen Schritt veranlasst. Er urgierte den Bericht bei Rechnungshofpräsident Josef Moser.
Im Zuge der „Hypo Alpe Adria“-Diskussionen hätten ihn mehrere Abgeordnete über den Verbleib des Berichtes befragt, begründet van Staa seinen Vorstoß. Der Direktor des Landesrechnungshofes sei darüber ebenfalls nicht aktuell informiert worden. „Ich bitte nun um eine kurze Mitteilung, bis wann der Landtag mit dem Ergebnis der Sonderprüfung rechnen kann“, schrieb der Landtagspräsident an den Rechnungshof in Wien. Die Antwort erfolgte postwendend.
Rechnungshofpräsident Josef Moser versichert, dass in den nächsten Wochen mit der Fertigstellung des Berichts über die Prüfungsergebnisse zu rechnen sei. Er führt die Verzögerung auf die kurzfristig erforderliche Überprüfung der Salzburger Finanzen zurück, zum anderen auf die „umfangreichen und komplexen Erhebungen zur Beantwortung“ der umfassenden Fragestellungen. Diese hätten auch wegen des Auslandsbezugs einen entsprechend hohen Zeit- und Ressourceneinsatz erfordert. (pn)
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